hleban
التعريفات والمعاني
== hleban (Deutsch) ==
=== Verb ===
Anmerkung zur Konjugation:
„Wenn Verben aus dem Zulu entlehnt werden, so erhalten sie – wie die englischen und afrikaansen Lehnverben – die entsprechende deutsche Personalendung.“
Anmerkung zur Aussprache:
„Die Aussprache und Betonung hält sich stark an die Phonologie des Zulu, nur unwesentliche Änderungen sind eingetreten: Wegfall einer Behauchung oder Kürzung von Vorsilben.“
Worttrennung:
hle·ban, Präteritum: hle·ba·te, Partizip II: ge·hle·bat
Aussprache:
IPA: [ˈɬɛːɓan], Präteritum: [ˈɬɛːɓatə], Partizip II: [ˌɡəˈɬɛːɓat]
Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
[1] transitiv; Südafrika (KwaZulu-Natal): jemanden abfällig und böswillig etwas Schlechtes oder Unwahres nachsagen, um diesen in Verruf zu bringen
Herkunft:
Lehnbildung nach isiZulu ukuhleba → zu ‚verleumden‘
Synonyme:
[1] lästern, verleumden, verlästern
Sinnverwandte Wörter:
[1] abfällig/schlecht reden, andichten, anhängen, jemandem die Ehre abschneiden, jemandem etwas in die Schuhe schieben, jemanden mit Schmutz bewerfen, schlecht machen, unterschieben, unterstellen
[1] gehoben: schmähen, verunglimpfen
[1] bildungssprachlich: diffamieren, diskreditieren, sich mokieren
[1] umgangssprachlich: anflicken, herziehen (über), ratschen; abwertend: durchhecheln, hecheln, klatschen, losziehen, stänkern, tratschen
[1] derb: sich das Maul über jemanden zerreißen
[1] abwertend: gehässig reden, hetzen
Beispiele:
[1] „Du solltest mal hören, wie der hlebat!“
==== Übersetzungen ====
[1] Hildegard Irma Stielau: Nataler Deutsch. Eine Dokumentation unter besonderer Berücksichtigung des englischen und afrikaansen Einflusses auf die deutsche Sprache in Natal. In: Im Auftrag des Instituts für deutsche Sprache, Mannheim herausgegeben von Leopold Auburger, Heinz Kloss, Gottfried Kolde (Herausgeber): Deutsche Sprache in Europa und Übersee. Berichte und Forschungen. 7. Band, Franz Steiner Verlag, Wiesbaden 1980, ISBN 3-515-02635-5, DNB 800037642 , Seite 50.
Quellen: