durchbrennen
التعريفات والمعاني
== durchbrennen (Deutsch) ==
=== Verb, trennbar ===
Worttrennung:
durch·bren·nen, Präteritum: brann·te durch, Partizip II: durch·ge·brannt
Aussprache:
IPA: [ˈdʊʁçˌbʁɛnən]
Hörbeispiele: durchbrennen (Info)
Bedeutungen:
intransitiv:
[1] Hilfsverb sein, meist in Bezug auf Leitungen, Drähte oder Sicherungen: durch zu hohe Wärme- oder Strombelastung schmelzen und unter Glut entzweigehen
[2] Hilfsverb sein: durch und durch brennen oder glühen
[3] Hilfsverb haben: für eine bestimmte Zeit ununterbrochen brennen
[4] Hilfsverb sein, umgangssprachlich: heimlich davonlaufen
transitiv:
[5] Hilfsverb haben: etwas mittels Brennen oder Glühen durchdringen
reflexiv:
[6] Hilfsverb haben: sich mittels Brennen oder Glühen durch etwas hindurchbegeben
Herkunft:
gebildet aus der Partikel durch als Verbzusatz und dem Verb brennen
[4] Diese Bedeutung entwickelte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Studentensprache und stand zunächst für ‚die Universität heimlich verlassen‘ und ‚sich mit Schulden aus dem Staub machen‘. Laut Duden benutzte man jedoch dieses Verb in dieser Bedeutung zuerst von hindurchdringendem Feuer.
Synonyme:
[1] durchschmoren
[3] anbleiben
[4] abhauen, ausreißen, davonlaufen, sich davonmachen, fortlaufen, türmen, weglaufen
Sinnverwandte Wörter:
[4] auf Trebe gehen, umgangssprachlich: sich verdünnisieren
Gegenwörter:
[1] halten
[2] ausgehen
[4] bleiben, dableiben
Oberbegriffe:
[1] kaputtgehen
[2] brennen
Beispiele:
[1] Als er auch noch den Heizlüfter anschloss, brannte die Leitung durch und die Sicherung flog raus.
[2] Wir müssen abwarten, bis die Kohlen durchbrennen.
[3] Der Ofen hat die ganze Nacht durchgebrannt.
[4] Sie brannte mit dem Hauslehrer nach Gretna Green durch, und beide ließen sich in der Tat dort vom Dorfschmied trauen.
[4] Udo ist seine Frau durchgebrannt.
[4] Er brannte mit 16 von zu Hause durch, um zur Bühne zu gehen.
[4] Kürzlich ist die Kassiererin aus dem Feinkostgeschäft mit den Tageseinnahmen durchgebrannt.
[5] Die Kohlen haben den Dielenfußboden durchgebrannt.
[5] Bei diesem Wetter muss man fast befürchten, dass einen die Sonne völlig durchbrennt.
[6] Das Feuer brannte sich durch den ganzen Ort.
[6] Die Kohlen haben sich durch den schönen Bezug des Sofas durchgebrannt.
Charakteristische Wortkombinationen:
[4] heimlich durchbrennen
==== Übersetzungen ====
[1–4] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9 , „durchbrennen“, Seite 407
[1, 2, 4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „durchbrennen“
[1, 4] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „durchbrennen“
[1, 4] The Free Dictionary „durchbrennen“
[4–6] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „durchbrennen“
=== Verb, untrennbar ===
Worttrennung:
durch·bren·nen, Präteritum: durch·brann·te, Partizip II: durch·brannt
Aussprache:
IPA: [dʊʁçˈbʁɛnən]
Hörbeispiele: durchbrennen (Info)
Reime: -ɛnən
Bedeutungen:
transitiv:
[1] auch übertragen: etwas mit Feuer oder Glut durchdringen
Herkunft:
Derivation (Ableitung) zum Verb brennen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) durch-
Oberbegriffe:
[1] durchdringen
Beispiele:
[1] Der Funke durchbrannte das Tischtuch.
[1] „Und sind die Zeiten längst entflohen,
Da Klopstocks Jüngling bange schwieg,
Bei dem Gedanken schon, dem hohen,
Ihm in die Wangen Röthe stieg,
Bis er doch endlich sich ermannte,
Das strenge Zagen von ihm wich,
Bis er gestand was ihn durchbrannte,
‚Mein Vaterland, ich liebe dich!‘“
[1] „Aber seit diesem Abend, wie ward es dem Fräulein von Garmin
So gar anders im Herzen! Ein ungestandnes Verlangen,
Ein leis’ ahnendes Vorgefühl verborgener Freuden –
Deiner Freuden, o Lieb’, und deiner Qualen durchbrannte
Heimlich des Mägdleins Herz. Aus ihrem züchtigen Busen
War die Ruhe gewichen, aus ihren Gedanken die Stille.“
==== Übersetzungen ====
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „durchbrennen“
Quellen: