ausgehen
التعريفات والمعاني
== ausgehen (Deutsch) ==
=== Verb, unregelmäßig, trennbar ===
Worttrennung:
aus·ge·hen, Präteritum: ging aus, Partizip II: aus·ge·gan·gen
Aussprache:
IPA: [ˈaʊ̯sˌɡeːən]
Hörbeispiele: ausgehen (Info), ausgehen (Info), ausgehen (Österreich) (Info)
Reime: -aʊ̯sɡeːən
Bedeutungen:
[1] allgemein: das Haus verlassen; nach draußen gehen, um etwas zu tun
[1a] speziell: besonders abends (mit jemandem) zu einer Veranstaltung oder in ein Lokal gehen
[2] zu Ende gehen, zur Neige gehen
[3] (Feuer oder Kunstlicht wie Straßenlaternen) erlöschen
[4] (Geräte) ihre Funktion einstellen
[5] von etwas ausgehen: etwas von vornherein annehmen; etwas als Ausgangshypothese haben
[6] von jemandem ausgehen: durch jemanden entstehen; von jemandem stammen
[7] in einer bestimmten Art und Weise enden
[8] Österreich, reflexiv, meist unpersönlich: in genügender Menge zur Verfügung stehen
[9] auf etwas ausgehen: sich etwas zum Ziel gesetzt haben, es auf etwas abgesehen haben
[9a] Recht: durch aktives Handeln auf die Erreichung seiner Ziele hinwirken
Herkunft:
gebildet aus der Partikel aus als Verbzusatz und dem Verb gehen
Synonyme:
[1, 1a] weggehen
[2] zur Neige gehen
[3] erlöschen
[4] abschalten
[5] annehmen
[7] enden
[8] auslangen, ausreichen, genügen, hinreichen, langen, passen, reichen, zureichen
Sinnverwandte Wörter:
[6] herrühren
Gegenwörter:
[1, 1a] zuhause bleiben
[2] dazukommen
[3] entflammen
[4] angehen
Beispiele:
[1] Er ging noch spät aus.
[1a] Ich gehe nicht in die Disko, weil ich tanzen will, sondern weil ich ausgehen will.
[2] Bei dem Ansturm ging uns schon nach einer Stunde das Gemüse aus.
[2] [Schlagzeile zur Klimakrise 2022:] Trockenheit in Südeuropa – Norditalien geht das Wasser aus
[2] „Kabul könnte die erste moderne Stadt werden, der völlig das Wasser ausgeht.“
[2] „Manche Patienten kommen, weil sie ein Rezept brauchen oder das Verbandsmaterial ausgegangen ist, andere haben keinen Hausarzt und blockieren die für lebensbedrohlich Kranke vorgesehene Notaufnahme mit ihren Zipperlein.“
[3] Leg immer genug Holz nach, damit das Feuer nicht ausgeht.
[3] „Die Pfeife war ausgegangen, und Dubslav wollte sich eben von seinem Platz erheben und nach Engelke rufen, als dieser vom Gartensaal her auf die Veranda heraustrat.“
[4] Den Stromausfall bemerkte ich sofort, als der Fernseher und das Licht ausgingen.
[5] Ich gehe davon aus, dass mir mindestens die Hälfte der Wähler ihre Stimme gibt.
[5] „Potenzialanalysen gehen davon aus, dass in Deutschland etwa 1200 Terawattstunden Strom aus Wind und Sonne produziert werden könnte – also deutlich mehr, als die 500 Terawattstunden, die wir aktuell in etwa verbrauchen.“
[5] „Auszugehen ist von rund 70 Millionen Vögeln, die durch Autos, Lastwagen und Züge getötet werden.“
[5] „Schätzungen gehen davon aus, dass der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre in der Oberkreide vor knapp 100 Millionen Jahren – bedingt durch die große vulkanische Aktivität auf der Erde – etwa fünf- bis zehnmal so hoch war wie heute.“
[6] Die Aggressionen gehen hauptsächlich von Seiten ihres Mannes aus.
[6] „Niemand bestreitet, dass von der Atomkraft Gefahren ausgehen.“
[7] Trotz einiger Rückschläge ging die Sache noch glimpflich aus.
[7] Wie ist das Fußballspiel ausgegangen? - Das Spiel ist 0:1 ausgegangen.
[8] Geht sich noch eine Partie Karten aus?
[8] Das sollte sich eigentlich ausgehen.
[9] Die Händler auf dem Markt werden, wenn sie nicht auf Betrug ausgehen, eine dem neuen Gesetz entsprechende Kassenführung einführen.
Redewendungen:
leer ausgehen – nichts abbekommen
ausgehen wie das Hornberger Schießen – ohne verwertbares Ergebnis ausgehen
auf Wolle ausgehen und selbst geschoren nach Hause kommen – etwas verlieren statt etwas zu gewinnen
Charakteristische Wortkombinationen:
[1a] zusammen ausgehen; am Wochenende / Abend ausgehen; mit jemandem ausgehen; fein ausgehen
[2] Vorräte gehen aus; jemandem geht etwas aus
[3] das Lagerfeuer / Feuer geht aus
[4] von alleine ausgehen; ein Gerät (zum Beispiel der Fernseher) geht aus
[5] von einer These / Annahme ausgehen; davon ausgehen, dass
[6] von jemandem oder etwas ausgehen, etwas geht von jemandem oder etwas aus
[7] eine Sache, eine Geschichte, ein Spiel geht … aus
Wortbildungen:
Ausgehuniform
==== Übersetzungen ====
[1–6, 9] Goethe-Wörterbuch „ausgehen“
[1–3, 6, 7] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „ausgehen“
[1–3, 5–7] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „ausgehen“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „ausgehen“
[1a, 2–7] The Free Dictionary „ausgehen“
[8] Jakob Ebner: Duden Taschenbücher, Wie sagt man in Österreich? Wörterbuch des österreichischen Deutsch. 1. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1969 .
[1–9] Duden online „ausgehen“
[9a] Bundesverfassungsgericht, Urteil des Zweiten Senats vom 17. Januar 2017 – 2 BvB 1/13 –, Randnummern 570–589, online abrufbar unter https://www.bverfg.de/e/bs20170117_2bvb000113.html
Quellen: