ableben
التعريفات والمعاني
== ableben (Deutsch) ==
=== Verb ===
Worttrennung:
ab·le·ben, Präteritum: leb·te ab, Partizip II: ab·ge·lebt
Aussprache:
IPA: [ˈapˌleːbn̩], [ˈapˌleːbm̩]
Hörbeispiele: ableben (Info), ableben (Info)
Bedeutungen:
[1] transitiv; Hilfsverb haben; veraltend: eine bestimmte Zeit, einen bestimmten Lebensabschnitt durchleben
[2] reflexiv; Hilfsverb haben; veraltend; auch bildlich: (mit fortschreitender Lebensdauer) seine Vitalität verlieren, seine Lebenskraft aufzehren
[3] intransitiv; Hilfsverb haben, Hilfsverb sein; veraltend gehoben: vom lebendigen in den toten Zustand übergehen, aufhören zu leben
Herkunft:
gebildet aus der Partikel ab als Verbzusatz und dem Verb leben
Synonyme:
[3] das Leben verlieren, sterben
[3] selten: absterben
[3] verhüllend: einschlafen, einschlummern
[3] gehoben: den Weg allen Fleisches gehen, ins Grab sinken, verscheiden, versterben
[3] gehoben verhüllend: abscheiden, dahinscheiden, die ewige Ruhe finden, entschlafen, heimgehen, hinscheiden
[3] veraltet: mit Tod abgehen
Gegenwörter:
[1] auf die Welt kommen, das Licht der Welt erblicken, geboren werden, zur Welt kommen
Oberbegriffe:
[1] erleben
[2] aufbrauchen, verlieren
[3] aufhören
Beispiele:
[1] „Dort hat er mitten zwiſchen all’ dem Unkraut ſeine letzten Jahre abgelebt.“
[1] „Jch rannte ſofort aus dem Hauſe; erſt auf der Straße wurde es mir klar, daß ja noch acht lange Stunden bis zum Anfang der Komödie abzuleben waren.“
[1] „Nun blieb ihm nichts mehr, als ſein Zeitlein vollends abzuleben.“
[1] „Das Programm, das ich jeden Tag abzuleben habe, ist wenig reizvoll.“
[1] „Aber die bitteren Tage, die sie jetzt Stunde für Stunde ableben mußte, verdunkelten ihr geheimes unbewußtes tiefes Wissen um die menschliche Natur.“
[1] „Daß Goethe von starken Welteindrücken nur die Ruinen Roms und das niedergehende Venedig gesehen und seine ganze Existenz in kleinen deutschen Städten ablebte, zu allermeist sogar in dem winzigen Weimar, war eine Vorbedingung dafür, daß seine Dichtungen in die Welt hinausstrahlten, und daß schon zu seinen Lebzeiten die Wirkung seines ‚Werther‘ selbst in China zu spüren war.“
[1] „Aufgegeben von ihren Kindern, übriggeblieben aus langen Ehen, allein leben sie die letzten warmen Tage ab auf dem Broadway, doch in der Nähe von Bewegung, Verkehr, Umsatz, bis sie zurückmüssen in ihre möblierten Zimmer, in die Altersheime an der West End Avenue.“
[1] „Da sitzen die beiden und leben ihre Passion ab, so einträchtig nebeneinander, abends, gesund, mit ihrem Besitz im Rücken.“
[2] „Jch aber habe auch, was das Aeußerliche betrifft, in aͤhnlicher Weiſe mich abgeſtreift und abgelebt.“
[2] bildlich: „Faſſen wir es kurz: die Landeshoheit, der Nachſprößling des Feudalismus, hatte ſich raſch abgelebt und heruntergebracht bis zu hohler Herrſcherei auf der einen Seite und bis zur Knechtſchaft auf der andern Seite mit allen Dependenzen beider Uebel von paſſivem Gehorſam, Mechaniſirung des Staats, Miethſöldnerſchaft, bequemem geiſtigem und körperlichem Wohlſeyn unter dem Schatten der Hoheit oder Majeſtät.“
[2] bildlich: „Eine Sitte läßt ſich aber nicht wegſchulmeiſtern, ſie muß ſich ſelber ableben.“
[2] „[…]; es entſtehen die tollſten Exzeſſe und die Menſchheit lebt ſich jäh ab zwiſchen Rauſch und Katzenjammer.“
[3] „Der kranke Zirmer ſagte nichts, als: ‚Laß’ mich ableben! laß mich nur ſtill ableben und komm’ mir ehzeit nach.‘“
[3] „‚Die Mutter iſt eine gute Sparbuͤchſe‘, ſagte dieſer, einen luͤſternen Blick nach dem gruͤnen Kaſten werfend, ‚wer weiß, was da drinnen noch alles ſteckt. Wenig iſt’s nicht, und wenn ſie einmal abgelebt hat, was Gott verhuͤte, dann ſetzt’s noch ein anſtaͤndiges Poͤſtchen, darauf verlaß dich.‘“
[3] «Raymond ist in dieser Geschichte noch sehr vital und geht zur Arbeit, zwei Texte weiter ist er abgelebt, Alice schon beschäftigt mit seiner Hinterlassenschaft: ‹Wohin mit dem Rest, wohin damit – das musste man also lernen.›»
[3] „Wenn man dem Buddhismus glaubt, sind wir ja alle nur Ersatz für andere Lebensformen, die vor uns abgelebt sind.“
Wortbildungen:
[3] Ableben n
==== Übersetzungen ====
[1, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „ableben“
[1, 3] Duden online „ableben“
[1, 3] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „ableben“ auf wissen.de
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „ableben“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „ableben“
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „ABLEBEN“
[1–3] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Neubearbeitung (A–F), 9. Bände. Göttingen/Berlin 1980–2016 „ABLEBEN vb.“ (digitalisierte Fassung)
[1, 3] Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. 10 Bände auf CD-ROM ; mehr als 200 000 Stichwörter mit rund 90 000 Belegen aus mehreren Hundert Quellen ; vielfältige Recherchemöglichkeiten ; für MS Windows und Apple Macintosh. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 978-3-411-71001-0 , Stichwort »ableben«.
[3] Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Deutsches Wörterbuch. 9. Auflage. Wissen-Media-Verlag, Gütersloh/München 2011, ISBN 978-3-577-07595-4 , Stichwort »ableben«, Seite 101 (Internet Archive).
Quellen: