abbäumen
التعريفات والمعاني
== abbäumen (Deutsch) ==
=== Verb ===
Worttrennung:
ab·bäu·men, Präteritum: bäum·te ab, Partizip II: ab·ge·bäumt
Aussprache:
IPA: [ˈapˌbɔɪ̯mən]
Hörbeispiele: abbäumen (Info)
Bedeutungen:
[1] transitiv, fachsprachlich veraltet, Hilfsverb haben: (Gewebe) vom Garnbaum abnehmen
[2] intransitiv, unpersönlich, Hilfsverb haben, Hilfsverb sein, von Wild: einen Baum fliegend/kletternd verlassen, auch: vom Jäger/Wind heruntergenommen/heruntergeblasen werden
[3] Seewesen, historisch: für ein Schiff mittels einer Spiere (Baum) Abstand zum Kai schaffen, um beidseitig Platz zum Be- und Entladen zu haben
Herkunft:
gebildet aus der Partikel ab als Verbzusatz und dem Verb bäumen
Synonyme:
[2] abbaumen
Gegenwörter:
[2] aufbaumen
Beispiele:
[1] „Die Kette wird hierauf wieder abgebäumt, dann geschlichtet und nochmahl aufgebäumt.“ (1816)
[2] Die schlafenden Fasane werden des Nachts mit einem langen Instrumente vom Baume abgebäumt.
[3] „Wird auch das am Kai liegende Schiff abgebäumt, so schrumpft der für die Durchfahrt einkommender oder ausgehender Schiffe verbleibende Raum auf das sehr knappe Maß von 25 m zusammen.“
Wortbildungen:
Konversionen: Abbäumen, abbäumend, abgebäumt
Substantiv: Abbäumung
==== Übersetzungen ====
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „abbäumen“
[1, 2] Pierer’s Universal-Lexikon der Vergangenheit und Gegenwart. 4., umgearbeitete und stark vermehrte Auflage. 19 Bände. Altenburg 1857–1865 „abbäumen“
[1] Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der oberdeutschen. Zweyte, vermehrte und verbesserte Ausgabe. Leipzig 1793–1801 „abbäumen“
[1] Joachim Heinrich Campe: Wörterbuch der deutschen Sprache. Erster Theil. A bis E, Braunschweig 1807 (Internet Archive) , Seite 4, Stichwort „abbaͤumen“
[1] Johann Christian August Heyse, Karl Wilhelm Ludwig Heyse: Handwörterbuch der deutschen Sprache. Mit Hinsicht auf Rechtschreibung, Abstammung und Bildung, Biegung und Fügung der Wörter, so wie auf deren Sinnverwandtschaft. Erster Theil. A bis K, Magdeburg 1833 (Internet Archive) , Seite 3, Stichwort „abbaͤumen“
[2] Thiel's landwirthschaftliches Konversations-Lexikon: Aadl - Begasse, Band 1, Seite 7.
[3] Hafenanlagen für Stückgutumschlag: Ausgewählte Kapitel aus dem Seehafenbau, Arved Bolle, Seite 2
Quellen: