Zucker
التعريفات والمعاني
== Zucker (Deutsch) ==
=== Substantiv, m ===
Worttrennung:
Zu·cker, Plural: Zu·cker
Aussprache:
IPA: [ˈt͡sʊkɐ]
Hörbeispiele: Zucker (Info), Zucker (Info), Zucker (Österreich) (Info)
Reime: -ʊkɐ
Bedeutungen:
[1] ein aus Pflanzen gewonnenes, süß schmeckendes Nahrungsmittel
[2] Chemie: kristalliner, in Wasser gut löslicher chemischer Stoff, der aus Sacchariden besteht
[3] ohne Plural, Medizinerjargon, Kurzwort für Blutzuckerspiegel
[4] ohne Plural, umgangssprachlich, Kurzwort für Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
Herkunft:
Das Wort ist seit dem 13. Jahrhundert im Deutschen bezeugt. Seine mittelhochdeutschen Formen lauteten zuker beziehungsweise zucker, die ihrerseits auf die althochdeutsche Form zucker zurückgehen. Ins Deutsche gelang es durch Entlehnung aus dem Italienischen zucchero → it, welches seinerseits über das Arabische سُكَّر (DMG: sukkar) und Persische شَکَر (DMG: šäkar) letztlich dem Altindischen śárkarā (vergleiche Sanskrit शर्करा (śarkarā) → sa) entstammt. Die griechische Bezeichnung σάκχαρον (sakcharon☆) → grc n, die auch ins Lateinische in der Form saccharon → la n übernommen wurde, entstammt unmittelbar dem Indischen.
Der Zuckerrohranbau wurde von den Arabern in Spanien und Sizilien eingeführt. Von Italien aus gelangte dann das Wort mit der Sache in die übrigen europäischen Sprachen.
Synonyme:
[1] Haushaltszucker, Saccharose
[3] Blutzuckerspiegel
[4] Zuckerkrankheit, Diabetes
Gegenwörter:
[1] Salz
Verkleinerungsformen:
Zuckerchen, umgangssprachlich veraltend: Zuckerchen, Zückerchen, bayrisch, österreichisch: Zuckerl, Zuckerle
Oberbegriffe:
[1] Nährstoff; Würzmittel
[4] Krankheit
Unterbegriffe:
[1] allgemein: Einfachzucker, Rohzucker, Vielfachzucker, Zweifachzucker, siehe auch: Verzeichnis:Deutsch/Essen und Trinken/Küchenkräuter und Gewürze
[1] Bio-Blütenzucker, Bio-Kokos-Blütenzucker, Blütenzucker, brauner Zucker, Farinzucker, Gelierzucker, Hagelzucker, Kandiszucker (Kandis), Kristallzucker, Krümelzucker, Puderzucker, Rübenzucker, Seidenzucker, Staubzucker, Streuzucker, Vanillezucker, Veilzucker, Würfelzucker
[2] Blutzucker, Fruchtzucker (Fructose), Galaktose, Haushaltszucker, Invertzucker, Kartoffelzucker, Malzzucker, Milchzucker (Laktose), (Saccharose), Rohrzucker, Traubenzucker (Glukose)
[4] Alterszucker
Beispiele:
[1] Ich trinke meinen Kaffee immer mit Zucker.
[1] „Maschmann begann 1947 mit der Bienenzucht, weil die britischen Soldaten für jeden Imker zum Füttern zwei Pfund Zucker extra freigaben.“
[1] „Eine weiße Oberschicht profitierte vom Handel mit Kaffee, Zucker, Baumwolle und Diamanten.“
[1] „Mein Kellner hat den Zucker vergessen.“
[1] „Der Kaffee war in einer Kanne und der Zucker daneben.“
[2] Die verschiedenen Zucker haben alle ihre speziellen Eigenschaften.
[3] Wie ist denn ihr Zucker?
[4] Ich habe Zucker.
Redewendungen:
[1] bildlich, salopp: Zucker sein – bestens, gut, herrlich, schön sein
[1] bildlich, umgangssprachlich: nicht aus Zucker sein – nicht sehr empfindsam sein
[1] bildlich derb: jemandem Zucker in den Arsch blasen oder jemandem Zucker in den Hintern blasen – jemanden (mit Schmeicheleien) über alle Maßen verwöhnen
[1] bildlich, umgangssprachlich: seinem Affen Zucker geben – sich seiner Eitelkeit hingeben; in ausgelassener Stimmung sein
Charakteristische Wortkombinationen:
[1] brauner Zucker, feiner Zucker, gemahlener Zucker, gestoßener Zucker, weißer Zucker; x Esslöffel Zucker, x Pfund Zucker, x Stück Zucker; Zucker herstellen, Zucker gewinnen, Zucker raffinieren; etwas mit Zucker süßen, etwas mit Zucker zubereiten
[3] den Zucker bestimmen
Wortbildungen:
Adjektive/Adverbien: zuckerhaltig, zuckerig, zuckrig, zuckerkrank, zuckersenkend, zuckersüß
Substantive: Bleizucker, Blutzucker, Unterzuckerung, Zuckerahorn, Zuckerart, Zuckeraustauschstoff, Zuckerbäcker, Zuckerbirke, Zuckerbrot, Zuckercouleur, Zuckerdose, Zuckererbse, Zuckererkrankung, Zuckerersatz, Zuckerfabrik, Zuckerfabrikant, Zuckerfest, Zuckerfreisetzung, Zuckergehalt, Zuckergewinnung, Zuckerglasur, Zuckerguss, Zuckerhase, Zuckerhut, Zuckerkandis, Zuckerknappheit, Zuckerkoma, Zuckerkrankheit, Zuckerkristall, Zuckerlecken, Zuckerlöffel, Zuckerlösung, Zuckermais, Zuckermarke, Zuckermasse, Zuckermelone, Zuckerplantage, Zuckerplätzchen, Zuckerpuppe, Zuckerraffinade, Zuckerraffinerie, Zuckerrohr, Zuckerrübe, Zuckersaft, Zuckerschale, Zuckerschlecken, Zuckerschnute, Zuckerschock, Zuckerschote, Zuckersirup, Zuckerstange, Zuckersteuer, Zuckerstreuer, Zuckerstück, Zuckerstückchen, Zuckerthermometer, Zuckertüte, Zuckerung, Zuckerzufuhr, Zuckerwaren, Zuckerwasser, Zuckerwatte, Zuckerwerk, Zuckerwürfel, Zuckerzange
Verben: zuckern
==== Übersetzungen ====
[1–4] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7 , Seite 1986.
[1, 2] Wikipedia-Artikel „Zucker“
[4] Wikipedia-Artikel „Zucker (Begriffsklärung)“
[1, 2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Zucker“
[1, 2, 4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Zucker“
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Zucker“
[1, 2, 4] The Free Dictionary „Zucker“
[1–4] Duden online „Zucker“
[1, 4] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Zucker“ auf wissen.de
[*] Wahrig Herkunftswörterbuch „Zucker“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „Zucker (im engeren Sinn)“
[2] wissen.de – Lexikon „Zucker (im weiteren Sinn)“
[*] wissen.de – Gesundheit A–Z „Zucker (Biochemie)“
[1] wissen.de – Gesundheit A–Z „Zucker (Diätetik)“
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Zucker“
Quellen:
=== Substantiv, m, f, Nachname ===
Anmerkung:
Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Zucker“ – für männliche Einzelpersonen, die „Zucker“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein oder eine „Zucker“ für einen Angehörigen oder eine Angehörige aus der Familie „Zucker“ oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.
Worttrennung:
Zu·cker, Plural: Zu·ckers
Aussprache:
IPA: [ˈt͡sʊkɐ]
Hörbeispiele: Zucker (Info), Zucker (Info), Zucker (Österreich) (Info)
Reime: -ʊkɐ
Bedeutungen:
[1] deutschsprachiger Nachname, Familienname
Abkürzungen:
[1] Z.
Namensvarianten:
Zuckerer, Zuckermann, Zuckermaier, Zuckermayer, Zuckermayr, Zuckermeier
Bekannte Namensträger: (Links führen zu Wikipedia)
Alfred Zucker, Ben Zucker, Renée Zucker
Beispiele:
[1] Frau Zucker ist ein Genie im Verkauf.
[1] Herr Zucker wollte uns kein Interview geben.
[1] Die Zuckers fliegen heute nach La Paz.
[1] Der Zucker trägt nie die Schals, die die Zucker ihm strickt.
[1] Das kann ich dir aber sagen: „Wenn die Frau Zucker kommt, geht der Herr Zucker.“
[1] Zucker kommt und geht.
[1] Zuckers kamen, sahen und siegten.
==== Übersetzungen ====
[1] Wikipedia-Artikel „Zucker (Begriffsklärung)“
[1] Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands: „Zucker“
[1] „Zucker“ bei Geogen Deutschland 3.2 Online. Bei Geogen Deutschland v4: „Zucker“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Zucker“