Mohr

التعريفات والمعاني

== Mohr (Deutsch) == === Substantiv, m === Anmerkung zu den Bedeutungen: Die Bezeichnung gilt heutzutage im öffentlichen Sprachgebrauch als diskriminierend; als Alternative steht Schwarzer/Schwarze und zum Teil Farbiger/Farbige (siehe Duden online „Farbiger“) zur Verfügung. Eine Bezeichnung für Deutsche mit afrikanischer Abstammung wäre Afrodeutscher/Afrodeutsche; auf andere Länder beziehungsweise Regionen bezogen entsprechend beispielsweise Afroamerikaner/Afroamerikanerin. Worttrennung: Mohr, Plural: Moh·ren Aussprache: IPA: [moːɐ̯] Hörbeispiele: Mohr (Info) Reime: -oːɐ̯ Bedeutungen: [1] veraltet: ursprünglich für einen dunkelhäutigen, in „Mauretania“ beheimateten Nordafrikaner, später für jeden Menschen mit dunkler Hautfarbe verwendet Herkunft: seit dem 8. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch: mōr, mōre; althochdeutsch: mōr; von lateinisch Maurus „Maure“; weitere Herkunft siehe Maure Synonyme: [1] Neger, Schwarzer Weibliche Wortformen: [1] Mohrin Oberbegriffe: [1] Afrikaner, Farbiger, Mensch Unterbegriffe: [1] Hofmohr, Kammermohr Beispiele: [1] „Etwas Ähnliches gilt für den Fall Ober-Mörlen. Wer einen Mohren ins Wappen aufnimmt, will ihn nicht herabsetzen. Er räumt ihm einen Ehrenplatz ein. Der Karnevalsgesellschaft ‚Mörlau‘ ist Unrecht widerfahren. Sie wurde Opfer der ‚cancel culture‘.“ [1] „So wie sich ein Mohr nicht weiß waschen läßt, so läßt sich auch mancher Thor nicht klug machen.“ [1] Es ging spazieren vor dem Tor Ein kohlpechrabenschwarzer Mohr. Die Sonne schien ihm aufs Gehirn, Da nahm er seinen Sonnenschirm. [1] Othello, der Mohr von Venedig. Redewendungen: [1] schwarz wie ein Mohr Sprichwörter: [1] der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen Charakteristische Wortkombinationen: [1] Mohr im Hemd Wortbildungen: Adjektiv: mohrenschwarz Substantive: Mohrenkopf, Mohrenwäsche ==== Übersetzungen ==== [1] Wikipedia-Artikel „Mohr“ [1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „mohr“ [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mohr“ [1] Duden online „Mohr“ [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Mohr“ Quellen: === Substantiv, m, n === Worttrennung: Mohr, Plural: Moh·re Aussprache: IPA: [moːɐ̯] Hörbeispiele: Mohr (Info) Reime: -oːɐ̯ Bedeutungen: [1] veraltet: Bezeichnung für ein schwarz erscheinendes, feinstes Metallpulver oder pharmazeutisches Präparat Synonyme: [1] Aethiops, Metallmohr Oberbegriffe: [1] Metall, Präparat, Pulver Unterbegriffe: [1] Antimonmohr, Mineralmohr, Platinmohr, Quecksilbermohr Beispiele: [1] „Aethiops hypnoïcus, schweisstreibender Mohr, auch A. hypnoticus s. narcoticus, Kriel’s schlafmachendes Pulver, das durch Fällen von gelösten Quecksilberoxydsalzen oder Quecksilberchlorid mit Schwefelwasserstoff erhaltene amorphe Quecksilbersulfuret (s. A. mineralis).“ ==== Übersetzungen ==== [1] Brockhaus’ Kleines Konversations-Lexikon (5. Auflage 1911) „Mohr“ [1] Duden online „Mohr“ [1] Meyers Großes Konversationslexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1905–1909 , Stichwort „Mohr“ (Wörterbuchnetz), „Mohr“ (Zeno.org) [1] Meyers Großes Konversationslexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1905–1909 , Stichwort „Mohr (Aethiops)“ (Wörterbuchnetz), „Mohr (Aethiops)“ (Zeno.org) [1] Dr. Hermann v. Fehling (Herausgeber): Neues Handwörterbuch der Chemie. Erster Band, Friedrich Vieweg und Sohn, Braunschweig 1871, Seite 101 (Google Books) . Quellen: === Substantiv, m, f, Nachname === Anmerkung: Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht. Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Mohr“ – für männliche Einzelpersonen, die „Mohr“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein oder eine „Mohr“ für einen Angehörigen oder eine Angehörige aus der Familie „Mohr“ oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel. Worttrennung: Mohr, Plural: Mohrs Aussprache: IPA: [moːɐ̯] Hörbeispiele: Mohr (Info) Reime: -oːɐ̯ Bedeutungen: [1] deutscher Familienname Herkunft: vom Häusernamen "zum Mohren" Übername für den "Schwarzhaarigen" vom Personennamen Moro, einer Kurzform zu Personennamen mit dem Bildungselement Mor, wie Morhart oder Morolf vom lateinischen Personennamen Maurus niederdeutsch auch Wohnstättenname für den im Moor Wohnenden Herkunftsname zu verschiedenen Ortsnamen Mohr und Moor selten Berufsübername zu mittelhochdeutsch mōre „Zuchtsau“ für einen Bauern Namensvarianten: [1] Möhrke, Möhrle, Möricke Bekannte Namensträger: (Links führen zu Wikipedia) Christian Otto Mohr (1835–1918), deutscher Ingenieur und Erfinder Ernst Max Mohr (1910–1898), deutscher Mathematiker Joseph Mohr (1792–1848), österreichischer Priester und Dichter (Stille Nacht, heilige Nacht) Wortbildungen: Mohrenkönig, Mohrenstecher, Mohrmann [1] Wikipedia-Artikel „Mohr (Familienname)“ [1] Hans Bahlow: Deutsches Namenlexikon. Familien- und Vornamen nach Ursprung und Sinn erklärt. Gondrom Verlag, Bindlach 1991, 1993, 2004, ISBN 3-8112-0294-4 , Seite 341 [1] Konrad Kunze: dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 2000, ISBN 3-423-03234-0 , Seite 105 u. a. [1] Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2000, ISBN 3-411-70851-4 , Seite 461 [1] Anton Feinig, Tatjana Feinig: Familiennamen in Kärnten und den benachbarten Regionen. Hermagoras, Klagenfurt-Ljubljana-Wien 2005, ISBN 3-7086-0104-1 , Seite 169 [1] Max Gottschald: Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde. 6. Auflage. De Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-018032-4 , Seite 353 [1] Albert Heintze; Paul Cascorbi (Herausgeber): Die Deutschen Familiennamen. geschichtlich, geographisch, sprachlich. 4. Auflage. Buchhandlung des Waisenhauses, Halle a. d. S. 1914 , Seite 223 [1] Kaspar Linnartz: Unsere Familiennamen. Aus deutschen u. fremden Vornamen im ABC erklärt. 2. Auflage. Band 2, Ferdinand Dümmler Verlag, Bonn und Berlin 1944 , Seite 62* [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Mohr“ [1] Verein für Computergenealogie: Metasuche „Mohr“ Quellen: === Substantiv, n ===