Mohair

التعريفات والمعاني

== Mohair (Deutsch) == === Substantiv, m, n === Nicht mehr gültige Schreibweisen: Mohär Nebenformen: selten: Macheier Worttrennung: Mo·hair, Plural 1: Mo·hai·re, Plural 2: Mo·hairs Aussprache: IPA: [moˈhɛːɐ̯] Hörbeispiele: Mohair (Info) Reime: -ɛːɐ̯ Bedeutungen: [1] langes, feines, seidiges Haar der Angoraziege [2] die aus dem unter [1] erwähnten Haar gesponnene Wolle, Garn oder Gewebe [3] Stoff aus der unter [2] erwähnten Wolle, Garn, Gewebe Herkunft: Dem Wort liegt arabisches مُخَيَّر‎ (DMG: muḫayyar) →ar zugrunde, das ein ‚Gewebe aus Haaren‘, einen ‚Stoff aus Ziegenhaar‘ beziehungsweise ein ‚Textil aus Ziegenhaar‘ bezeichnet, und wörtlich ‚Auserlesenes, Bevorzugtes, Bestes‘ bedeutet. Dieses wurde auf zwei unterschiedlichen Wegen ins Deutsche entlehnt: Zum einen soll es – je nach Quelle – entweder über das Polnische, in dem das arabische Wort muchair → pl ergab, oder über eine für das 14. Jahrhundert bezeugte mittelniederdeutsche Form oder aber über das Italienische oder gar direkt aus dem Arabischen ins Frühneuhochdeutsche entlehnt worden sein, in dem für 1578 die Form Muchair bezeugt ist. Ab 1741 ist dann die Form Macheier zunächst in der Bedeutung ‚geringer Wollstoff‘ belegt. Zum anderen wurde es im 19. Jahrhundert über das seit dem 16. Jahrhundert bezeugte englische mohair → en ‚fine camlet made from Angora goat’s hair‘, ‚wo[o]l from Angora‘ entlehnt. Die hierher gehörende Schreibweise Mohär ist seit 1909 belegt. Derselben arabischen Quelle entstammen Moor, Mohr ‚dichtes Zeug von Seide‘, ‚Seiden-, Kamelhaargewebe‘ sowie Moiré. Synonyme: [1] Angorawolle, Mohairwolle Sinnverwandte Wörter: [1–3] Angora Oberbegriffe: [1] Haar [2] Wolle, Garn, Gewebe [3] Stoff Beispiele: [1] „1902 bastelte er eine 55 Zentimeter große Bärenpuppe aus zotteligem Mohair mit drehbarem Kopf und beweglichen Armen und Beinen.“ [1] „Die Perücken sind aus echtem Haar oder Mohair gerfertigt.“ [2] „‚In Deutschland gibt es keine Firma, die Mohair-Rohwolle verarbeiten kann‘, erklärt Seubert. Aus den ersten beiden Schuren der Jungziegen wird feinstes Kidmohair gesponnen, das zu acht Prozent aus Seidenfäden besteht. Ohne diesen Halt würde die Wolle reißen. Aus dem restlichen Fell-Material wird normales Mohair gewonnen. Hier sorgt ein zusätzlicher Baumwollfaden für Stabilität. ‚Solch eine reine Wolle gibt’s im Laden nicht‘, betont Seubert. Zum Schluß wird das wertvolle Mohair bunt eingefärbt oder im natürlichen Weiß belassen. Flauschig weich 100 Gramm Kidmohair kosten 24 Mark, für 100 Gramm Mohair sind 17 Mark zu bezahlen.“ [2] „Wichtige Merkmale des Mohairs sind sein Glanz, der elegante Fall und sein körniger Griff.“ [3] „Neben wollenen Mänteln - vor allem in Tweed und Mohair - sind auch Popeline und Gabardine mit einknöpfbarem, warmem Winterfutter modern.“ [3] „Er trug ja immer dunkle langhaarige Pullover. Alpaka oder Mohair.“ [3] „Er trug Orlandine auf das Bett von venezianischem Mohair und hielt sich für den glücklichsten aller Menschen…“ Wortbildungen: [2] Mohairwolle [3] Mohairpullover ==== Übersetzungen ==== [1] Wikipedia-Artikel „Mohair“ [1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mohair“ [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Mohair“ [*] The Free Dictionary „Mohair“ [2, 3] Duden online „Mohair“ [1, 3] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Mohair“ auf wissen.de, mit Verweis auf „Mohär“ [1, 3] Wahrig Fremdwörterlexikon „Mohair“ auf wissen.de [1, 3] wissen.de – Lexikon „Mohair“ [2, 3] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Mohair“ [*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Mohair“ [2, 3] Meyers Großes Konversationslexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1905–1909 , Stichwort „Mohair“ (Wörterbuchnetz), „Mohair“ (Zeno.org) [1, 2] Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Fremdwörterlexikon. 4. Auflage. Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh/München 2001, ISBN 978-3-577-10603-0 , Stichwort »Mohair«, Seite 604. [2, 3] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Fremdwörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 9., aktualisierte Auflage. Band 5, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04059-9, DNB 98178948X (CD-ROM-Ausgabe) , Stichwort »Mohair« mit Verweis auf das Stichwort »Mohär«. [2, 3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0 , Stichwort »Mohair«, Seite 893. [2, 3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 6., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7 , Stichwort »Mohair«, Seite 1160. [2] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5 (CD-ROM-Ausgabe) , Stichwort »Mohair«. [2, 3] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 7., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Mohair«. [1, 3] Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe) , Stichwort »Mohair«. Quellen: