Mais
التعريفات والمعاني
== Mais (Deutsch) ==
=== Substantiv, m ===
Anmerkung zur Pluralform:
Die Pluralform ist selten und wird nur dann verwendet, wenn verschiedene Sorten Mais unterschieden werden sollen.
Worttrennung:
Mais, Plural: Mai·se
Aussprache:
IPA: [maɪ̯s]
Hörbeispiele: Mais (Info)
Reime: -aɪ̯s
Bedeutungen:
Botanik:
[1] (ursprünglich aus Zentralamerika stammende) zu den Süßgräsern (Poaceae) zählende Getreidepflanze (Zea mays) von hohem Wuchs mit breiten, langen Blättern und einer am Gipfel befindlichen Rispe von Staubblüten, deren Fruchtstand aus großen, ringsum mit Körnern besetzten Kolben besteht und die als Nahrungsmittel sowie als Viehfutter verwendet wird
[2] Frucht der unter [1] beschriebenen Pflanze
Herkunft:
Das Wort »Mais« entstammt der ausgestorbenen karibischen Indianersprache der Taíno auf Hispaniola (heutiges Haiti), in der die Pflanze mahís → tnq, mahiz → tnq, mays → tnq, mayz → tnq und marisi → tnq genannt wurde. Das durch Kolumbus um 1500 vermittelte spanische maíz → es gelangte in die europäischen Sprachen. Das Wort wird mit der Sache in Deutschland eingeführt, nachdem diese zunächst seit dem 16. Jahrhundert als »Welschkorn«, »Türkisch Korn« oder »Türkischer Weizen« bezeichnet worden war (vergleiche englisch Indian corn → en): Mit der Herkunftsbezeichnung »indisch« ist ‚westindisch‘ gemeint, die jedoch später missverstanden wurde; »türkisch« stand zur Zeit der Bezeichnung für ‚asiatisch‘ und spiegelt dieses Missverständnis wider; »welsch« stand hier einfach für ‚fremd‘ Diese Bezeichnungen haben sich bis heute noch landschaftlich gehalten. Ab dem 16. Jahrhundert sind dann auch Formen wie mahis, Maytz, Maiz, Mays sowie, in der botanischen Fachsprache, Maizum, Maiz und Mays Indicum bezeugt. Die Schreibweise Mais ist seit dem 17. Jahrhundert belegt.
Synonyme:
[1] Maisstaude
[1, 2] Deutschland (ostmitteldeutsch), Österreich: Kukuruz
[1, 2] Österreich (west- und südostösterreichisch), Liechtenstein: Türken
[1, 2] landschaftlich: Pferdezahn, Türkenkorn, Türkisch Korn, Türkischer Weizen, Welschkorn
[1, 2] Brasilien (Rio Grande do Sul, Santa Catarina): Milje
Oberbegriffe:
[1] Pflanze, Nutzpflanze, Kulturpflanze, Getreidepflanze
[1] Zerealie/Feldfrucht, Getreide
[1] Botanik: Gras, Süßgras
[2] Frucht
Unterbegriffe:
[1] nach Art des Korns: Hartmais, Puffmais, Spelzmais, Stärkemais, Wachsmais, Zahnmais, Zuckermais
[1] nach Art der Verwendung: Futtermais, Körnermais, Kulturmais, Silomais, Speisemais
[1] besondere Arten: Energiemais, Genmais, Hybridmais
Beispiele:
[1] Reifer Mais wird an Hühner verfüttert, unreifer an Kühe.
[1] „Die Kolben des Maises unterscheiden sich so stark von den Ähren seiner Vorfahren, dass die wilde Ursprungsart lange Jahre nicht erkannt wurde.“
[1] „Der Mais ist weltweit ein wichtiges Nahrungs-und Futtermittel.[…] Der Mais stammt aus Amerika.[…]Mais verlangt trockenes, heißes Klima; in Deutschland wurde er selten reif und fand deshalb als Grün- und Silofutter Verwendung.[…] In Amerika wurde früher weißer oder gelber Mais angebaut, doch hat letzterer aus landwirtschaftlichen Erwägungen die Oberhand gewonnen.“
[1] „Im Gegensatz zum Getreide, bei dem eine Eliminierung von Krankheitserregern im Vordergrund steht, richtet sich die Saatgutbehandlung beim Mais hauptsächlich gegen Schädlinge, die vom Boden aus die Wurzeln zerstören oder gegen beißende und saugende Insekten, die den Halmgrund bzw. die Blätter befallen.“
[1] „Biogasanlagen sind überwiegend auf konventionellen Mais als Substratgrundlage ausgelegt.“
[2] „In dieser Jahreszeit sind nun die Kolben ausgewachsen, haben aber noch nicht ihre nötige Härte erlangt, sondern die Körner sind milchig. In diesem Zustande ist der Mais, in Wasser abgekocht und mit Butter gegessen, sehr delikat und schmeckt, wenn die weichen Körner vom holzigen Kolben abgeschnitten und in Fett geschmort werden, fast wie junge grüne Erbsen.“
Charakteristische Wortkombinationen:
[1] Mais anbauen, ernten
[2] Mais trocknen, Brot aus Mais
Wortbildungen:
[1] Maisanbau, Maisbauer, Maisblatt, Maisblüte/fachsprachlich: Maisfahne, maisfarben, Maisfeld, maisgelb, Maisgranulat, Maisgrütze, Maiskolben, Maispapier, Maispflanze, Maispollen, Maissaat, Maissaatgut, Maissilage, Maissilo, Maissirup, Maissorte, Maisspeicher, Maisstaude, Maisstroh, Maissuppe
[1] Krankheiten: Maisbeulenbrand, Maisrost
[1] Schädlinge: Maiszünsler, Westlicher Maiswurzelbohrer
[2] Maisbier, Maisbrei, Maisbrot, Maischip, Maisernte, Maisflocken, Maisgrieß, Maiskeim, Maiskeimöl, Maiskernpuder, Maiskolben, Maiskorn, Maismehl, Maisöl, Maisproduzent, Maisprotein, Maisrest, Maisspindel, Maisstärke (→ Maisstärkepuder)
[2] Sportgerät: Maisbirne
==== Übersetzungen ====
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In zehn Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. 6. Band Lein–Peko, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1999, ISBN 3-411-04793-3, DNB 965409120 , Seite 2492–2493.
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 6., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7 , Seite 1105.
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0 , Seite 838.
[1] Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Fremdwörterlexikon. 4. Auflage. Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh/München 2001, ISBN 978-3-577-10603-0 , Seite 560.
[1, 2] Duden online „Mais“
[1] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Mais“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „Mais“
[1, 2] Wikipedia-Artikel „Mais“
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mais“
[1, 2] The Free Dictionary „Mais“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Mais“
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Mais“
[1] D. Johann Georg Krünitz: Oekonomische Encyklopädie, oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft in alphabetischer Ordnung. 242 Bände, 1773–1858 , Stichwort „Mais“., „Mays“
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Mais“
[1] Meyers Großes Konversationslexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1905–1909 , Stichwort „Mais“ (Wörterbuchnetz), „Mais“ (Zeno.org)
[1] Ernst Christmann (Begründer), fortgeführt von Julius Krämer, bearbeitet von Rudolf Post; unter Mitarbeit von Josef Schwing und Sigrid Bingenheimer: Pfälzisches Wörterbuch. 6 Bände und ein Beiheft. Stuttgart 1965–1998, Stichwort „Mais“.
[1] Josef Müller (Bearbeiter und Herausgeber), ab Band Ⅶ herausgegeben von Karl Meisen, Heinrich Dittmaier und Matthias Zender: Rheinisches Wörterbuch. 9 Bände. Bonn und Berlin 1928–1971, Stichwort „Mais“.
Quellen:
=== Deklinierte Form ===
Nebenformen:
Maien
Worttrennung:
Mais
Aussprache:
IPA: [maɪ̯s]
Hörbeispiele: Mais (Info)
Reime: -aɪ̯s
Grammatische Merkmale:
Genitiv Singular des Substantivs Mai