stoßen

التعريفات والمعاني

== stoßen (Deutsch) == === Verb === Alternative Schreibweisen: Schweiz und Liechtenstein: stossen Worttrennung: sto·ßen, Präteritum: stieß, Partizip II: ge·sto·ßen Aussprache: IPA: [ˈʃtoːsn̩] Hörbeispiele: stoßen (Info), stoßen (Info) Reime: -oːsn̩ Bedeutungen: Hilfsverb haben: [1] mit einer gezielten und raschen Bewegung irgendwo (mit etwas) auftreffen [2] transitiv: etwas mittels einer kurzen und heftigen zielgerichteten Bewegung irgendwo eindringen lassen, es irgendwo hineintreiben [3] transitiv: etwas fabrizieren, indem man etwas in etwas stößt[1] [4] transitiv: auch übertragen benutzt: etwas durch einen Stoß zu einer anderen Stelle bewegen [5] reflexiv: unabsichtlich mit einem Körperteil nach einer raschen Bewegung irgendwo auftreffen, so dass es Schmerzen verursacht [6] an etwas angrenzen [7] reflexiv: mit der Präposition an: sich an etwas stören, an etwas Anstoß nehmen [8] transitiv: etwas zu etwas zerkleinern [9] intransitiv, in Bezug auf Fahrzeuge: unter stetigen Erschütterungen vorankommen [10] intransitiv: in Stößen auftreten [11] transitiv: häufig auf Emotionales bezogen: jemanden mit großer Heftigkeit ergreifen [12] veraltende Bedeutung: kurz und kräftig in ein Instrument (meist das Horn) blasen [13] umgangssprachlich, mit Dativ: jemandem etwas mit äußerster Deutlichkeit zu verstehen geben [14] transitiv, vulgär, bezogen auf Männer: koitieren [15] transitiv, Schweiz: etwas (häufig Fahrräder) schieben [16] transitiv, Schweiz: etwas (meistens Autos) anschieben [17] transitiv, Schweiz, häufig als Aufschrift an Türen: drücken [18] transitiv, veraltete Bedeutung: stampfen [19] transitiv, oberpfälzisch: pflanzen [20] transitiv, veraltete Bedeutung: etwas mit heftiger Bewegung irgendwohin stecken Hilfsverb sein: [21] auf etwas oder jemanden auftreffen, nachdem man eine schnelle Bewegung gemacht hat [22] mit der Präposition auf: jemanden ganz unerwartet treffen [23] mit der Präposition auf, auch übertragen benutzt: ganz unverhofft etwas entdecken, herausfinden [24] mit der Präposition zu: sich jemandem anschließen [25] mit der Präposition auf: auf etwas zuführen [26] Jägersprache, mit der Präposition auf: sich im steil abwärts gerichteten Flug auf ein Beutetier stürzen Herkunft: Das Verb stammt vom starken althochdeutschen Verb stōʒan → goh und dem mittelhochdeutschen stōʒen → gmh ab. Verwandte Formen sind das altsächsische stōtan → osx, das mittelniederdeutsche und mittelniederländische stōten, das niederländische stoten → nl, außerdem das gotische 𐍃𐍄𐌰𐌿𐍄𐌰𐌽 (stautan) → got, das dänische støde → da und das altnordische stauta → non, das allerdings ein schwaches Verb war. Eine Verbindung lässt sich weiterhin zum altindischen तुदति (tudáti, stößt, schlägt), zum altirischen dotuit (fällt) und den lateinischen Verben tundere → la „stoßen, schlagen“ und studere → la „streben, trachten“ herstellen. Alle diese Formen sind auf das indoeuropäische *(s)teud- zurückführbar, bei dem es sich um eine Weiterbildung der indoeuropäischen Wurzel *(s)teu- (stoßen, schlagen) mit Dental handelt. Synonyme: [2] rammen [6] angrenzen, grenzen [8] zerkleinern, zerstoßen [12] blasen [13] klarmachen, stecken [14] Verzeichnis:Deutsch/Geschlechtsverkehr [15] schieben [16] anschieben [18] stampfen [19] pflanzen [22] begegnen, treffen [23] entdecken, finden Beispiele: [1] Er stieß ihr mit der Faust in die Seite. [1] Immer musst du mit deinen Füßen an den Tisch stoßen! [1] Wir haben immer wieder mit dem Ast an deine Fensterscheibe gestoßen. [2] Der Täter stieß seinem Opfer ein Messer in den Rücken. [2] Wir haben lange Stangen in die Erde gestoßen, an denen die Pflanzen hochranken sollen. [3] Mit dem Pickel stoßen wir nun ein Loch ins Eis. [4] Vor Wut stieß Lydia ihren Mann in die Ecke. [4] Auf der Flucht vor der Polizei stießen die Täter gegen eine Leiter, auf der ein Maler stand. [4] Der Spieler stieß den Spielball mit dem Queue mitten in den Pulk der Roten. [4] Der König wurde vom Thron gestoßen. [5] Jetzt hast du dich ja schon wieder an der spitzen Ecke des Schrankes gestoßen! [5] Ich habe mir an der Kante den Fuß gestoßen. [5] Meinhard hat sich derart heftig am Kopf gestoßen, dass er ins Krankenhaus musste. [6] Dieses Grundstück stößt direkt an den Wald. [6] Früher hat dieses Gelände unmittelbar ans Meer gestoßen, aber nun ist noch ein Koog dazwischen. [7] Die Nachbarschaft hat sich schon immer am Lebenswandel der Papes gestoßen. [7] Hier stoßen sich immer gleich alle an unseren Festen. [8] Der Pfeffer muss zu kleinen Stückchen gestoßen werden. [9] Das Fuhrwerk stieß auf dem holprigen Weg. [10] Er sprach mit stoßendem Atem. [10] Der Wind stößt schon den ganzen Tag. [11] Ein unaufhörliches Schluchzen stieß sie, als sie von der Vergewaltigung erzählte. [12] Er stieß kräftig ins Horn. [13] Ich habe dem aufdringlichen Typen jetzt mal gestoßen, dass ich einen Freund habe. [13] Mehmet begriff lange Zeit nicht, dass Melanie ein Kind von ihm erwartete. Man musste ihn regelrecht darauf stoßen. [14] Du musst deine Freundin eben öfter mal stoßen, wenn sie immer meckert. [15] Rudi stößt sein Velo schon wieder. Er hat ständig platte Reifen. [15] Da stößt der junge Vater sein Kind im Kinderwagen. [15] Wir kamen nicht mehr vom Speicher, weil Hänsli von außen den Riegel gestoßen hatte. [16] Das Auto springt nicht an. Wir müssen es stoßen. [17] Diese Tür müssen Sie stoßen. Dann geht sie auf. [18] Die Männer stoßen das Erdreich. [19] Dort sind die Erdäpfel gestoßen. [20] Der Ritter stieß das Schwert in die Scheide. [20] Wortlos stießen sie die Hände in die Taschen. [20] Als die Bäuerin dem Pfaffen die Zunge ins Maul stieß, biss er sie ihr ab. [20] Er stieß sich den Finger in den Schlund, um den Magen zu entleeren. [21] Ich bin gegen Arno gestoßen, nachdem ich über den Teppich gestolpert war. [21] Thilo stößt immer wieder mit dem Kopf an die Zimmerdecke, wenn er sich im Bett aufsetzt. [22] Bei unserem Stadtbummel sind wir auf eine Vielzahl alter Bekannter gestoßen. [22] Selbst im hintersten Irak stieß ich auf Leute, die aus Flensburg kamen. [23] Wir sind auf Gold gestoßen. [23] Er stieß auf etwas Merkwürdiges. [23] Ihr stoßt überall auf Widerstände. [24] Im Tal stießen meine Mitstreiter und ich wieder zu unserer Reisegruppe. [25] Diese Straße stößt direkt auf das Flussufer. [26] Der Bussard segelt durch die Luft und hält Ausschau nach Feldmäusen, auf die er stoßen kann. Redewendungen: ins gleiche Horn stoßen jemanden mit der Nase auf etwas stoßen jemanden vor den Kopf stoßen Wortbildungen: abstoßen, anstoßen, aufstoßen, ausstoßen, durchstoßen, einstoßen, herabstoßen, herumstoßen, hinabstoßen, hinausstoßen, hineinstoßen, hinunterstoßen, nachstoßen, niederstoßen, rückstoßen, umstoßen, verstoßen, vorstoßen, wegstoßen, zerstoßen, zurückstoßen, zusammenstoßen, zustoßen Stoß, Stoßbetrieb, Stoßgebet, Stoßseufzer, Stoßverkehr, Stoßzeit ==== Übersetzungen ==== [1–17, 21–26] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9 , „stoßen“, Seite 1527 [1, 2, 4–13, 22–25] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „stoßen“ [1, 2, 4–7, 12, 22, 23] The Free Dictionary „stoßen“ [1, 4, 8, 11 18–20, 22, 23, 26] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „stoßen“ [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „stoßen“ Quellen: