machulle

التعريفات والمعاني

== machulle (Deutsch) == === Adjektiv, indeklinabel === Nebenformen: mechulle Worttrennung: ma·chul·le, keine Steigerung Aussprache: IPA: [maˈxʊlə] Hörbeispiele: machulle (Info) Reime: -ʊlə Bedeutungen: [1] umgangssprachlich und mundartlich: bankrott [2] mundartlich: ermüdet, erschöpft [3] mundartlich: verrückt Herkunft: seit dem 19. Jahrhundert bezeugt; Entlehnung über das Rotwelsche - in dem die Bedeutung „erschöpft“ seit 1812, „bankrott“ seit 1840 (literarisch bereits seit 1835) nachweisbar ist - aus dem Westjiddischen מעכולע‎ (YIVO: mekhule) ‚Bankrott‘, welches auf das Hebräische מְכוּלֶה‎ (CHA: meḵūlæ(h)) ‚zu Ende gegangen, erledigt‘ zurückgeführt wird; für die anderen Bedeutungen ist die Einmischung anderer Wörter, wie zum Beispiel des hebräischen Wortes מַחֲלָה‎ (CHA: maḥalā(h)) ‚Krankheit‘, nicht ausgeschlossen Synonyme: [1] pleite [3] meschugge Sinnverwandte Wörter: [1] abgebrannt, blank [2] abgespannt, ausgebrannt, ausgelaugt, ausgepumpt, ausgepowert, fix und fertig, groggy, kaputt [3] bekloppt, bescheuert, gaga, plemplem Oberbegriffe: [1] zahlungsunfähig [2] entkräftet, müde [3] geistesgestört, unvernünftig Beispiele: [1] [2] [3] Charakteristische Wortkombinationen: [1] machulle gehen, machulle machen [1–3] machulle sein ==== Übersetzungen ==== [1–3] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0 , Seite 833 [1–3] Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Seite 587 [1–3] Hans Peter Althaus: Chuzpe, Schmus & Tacheles. Jiddische Wortgeschichten. Beck, München 2004, Seite 116-117. ISBN 3-406-51065-5 Quellen: