erbranden
التعريفات والمعاني
== erbranden (Deutsch) ==
=== Verb ===
Worttrennung:
er·bran·den, Präteritum: er·bran·de·te, Partizip II: er·bran·det
Aussprache:
IPA: [ɛɐ̯ˈbʁandn̩]
Hörbeispiele: erbranden (Info)
Reime: -andn̩
Bedeutungen:
[1] veraltet, mit Bezug zum Wasser, Synonym zu: branden; mit Schwung und Bewegung (Brandung) an das Ufer schlagen und hochspritzen
Herkunft:
strukturell: Derivation (Ableitung) zum Verb branden mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) er-
Sinnverwandte Wörter:
[1] aufschäumen, aufschlagen, aufstoben, heranrollen, hochspritzen
Gegenwörter:
[1] rinnen
Beispiele:
[1] „Sah in die Nacht, die über dem dampfenden Meere Purpurn lag, und die schwarzen Cypressen und Pinienwipfel Rot wie mit Feuer bedeckte; es regte sich nirgend ein Lufthauch, Dennoch rauschte das Meer, man hörte die Wogen erbranden.“ (1872)
[1] „[…] in der Vorstellung von einem Schiffbruche auf dem Meere der Liebe, wann auf dem tosend günstigen Wehen (aura) zur Fahrt das schwarze Düster des Sturms aufsteigt, welchem die Wogen erbranden zum Schiffbruche, dem der Dichter glücklich entschwommen.“ (1841)
[1] „Ich will ihn retten, ob tausendfach Am Thurme die brausende Woge sich brach Und am Felsen die Hölle erbrande.“ (1874)
[1] „Also gelangten die Mägdlein hinunter zum Strande des Meeres, Dessen erbrandete Fluth bis hoch hinauf in die Schlucht schlug.“ (1874)
[1] „Ist’s ein Meer, das wild erbrandet, Ist’s ein drohend Donnergrollen, Ist’s ein Sturm, gewaltig wüthend — Wankt die Erd’ in ihrem Grund?“ (1876)
==== Übersetzungen ====
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „erbranden“
[1] Joachim Heinrich Campe: Wörterbuch der deutschen Sprache. Erster Theil. A bis E, Braunschweig 1807 (Internet Archive) , Seite 959, Stichwort „erbranden“
Quellen: