ausbringen

التعريفات والمعاني

== ausbringen (Deutsch) == === Verb === Worttrennung: aus·brin·gen, Präteritum: brach·te aus, Partizip II: aus·ge·bracht Aussprache: IPA: [ˈaʊ̯sˌbʁɪŋən] Hörbeispiele: ausbringen (Info) Reime: -aʊ̯sbʁɪŋən Bedeutungen: [1] Landwirtschaft: nach draußen schaffen (bringen), verteilen/ausstreuen [2] in bestimmten Kombinationen, zum Beispiel mit Toast oder Hoch: aussprechen, zelebrieren [3] Bergbau: (aus Gestein) gewinnen [4] Seemannssprache: zu Wasser lassen von zum Beispiel Beibooten oder Fischfangnetzen [5] veraltete Bedeutung: öffentlich machen [6] umgangssprachlich, über Kleidung, Schuhe: ausziehen, ablegen [7] fachsprachlich, Druck: die Textlänge, gerechnet in Zeilen, verlängern, indem anders gesetzt wird und so Raum geschaffen wird [8] amtssprachlich: öffentlich darstellen, bekanntmachen [9] Rechtswesen: veranlassen, dass etwas geschieht Herkunft: gebildet aus der Partikel aus als Verbzusatz und dem Verb bringen Sinnverwandte Wörter: [1] aussäen, ausstreuen, rausbringen, verteilen [2] aussprechen, proklamieren, sagen, zelebrieren [3] ausschmelzen, fördern, gewinnen [4] aussetzen, auswerfen [5] ausplaudern, petzen, preisgeben, verraten [6] ablegen, auskriegen, ausziehen [7] verlängern [8] ausschreiben, ausweisen, veröffentlichen [9] bewirken, initiieren, verabschieden, veranlassen Gegenwörter: [1] reinbringen, reinholen Beispiele: [1] Ohne die Pferde wird es schwierig werden, denn wir können dann im Frühjahr keine Saat ausbringen. [2] „Abschließend möchten wir zwei Hochrufe auf Europa ausbringen: einen für das schnelle Handeln von Louis Michel und einen für den Mut von Romano Prodi.“ [2] „Schenken Sie noch mehr ein; wir wollen knieend noch ein Glas auf das Wohl der „bonne cause“ leeren, – ja, ich will verdammt sein, knieend müssen wir dieses Wohl ausbringen.“ (1853) [3] „Die Hitze darf nicht bis zum Verschlacken steigen, sonst werden die Erze schwieriger auszubringen.“ [4] Als er den Motor weit draußen abstellt hatte und das Netz ausbrachte, sah und hörte er keine weiteren Boote in der Nähe. [5] Wenn Du nichts ausbringst, dann sorge ich dafür, dass du hier freikommst. Aber Du darfst nichts sagen! [6] Ich kann die Handschuhe nicht ausbringen, sie sind viel zu eng. [7] „Durch Ein- und Ausbringen sind enge und sehr weite Wortzwischenräume in den Zeilen entstanden, die unschön wirken.“ [8] Das Bundesministerium der Finanzen wird ermächtigt, Planstellen auszubringen, wenn ein nachgewiesener Bedarf besteht. [9] „Kein Freifrone (auch nicht der des Lüdenscheider Gerichts!) durfte also in der Stadt Lüdenscheid Ladungen vor ein Frei- und Vemegericht ausbringen.“ Charakteristische Wortkombinationen: [1] Mist/Dünger/Saat/Gülle/Jauche auf die Felder ausbringen [2] einen Hochruf ausbringen, ein Hoch/Lebehoch auf jemanden ausbringen, einen Toast ausbringen, einen Trinkspruch ausbringen; geboben: jemandes Gesundheit ausbringen, das Wohl ausbringen [9] eine Pfändung, Ladung ausbringen Wortbildungen: Ausbringung ==== Übersetzungen ==== [1–5] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „ausbringen“ [*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „ausbringen“ [1, 2] The Free Dictionary „ausbringen“ [1, 2, 4, 6–9] Duden online „ausbringen“ [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „ausbringen“ [1, 2, 7, 9] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „ausbringen“ [2, 3] Goethe-Wörterbuch „ausbringen“ Quellen: