abgehen
التعريفات والمعاني
== abgehen (Deutsch) ==
=== Verb ===
Worttrennung:
ab·ge·hen, Präteritum: ging ab, Partizip II: ab·ge·gan·gen
Aussprache:
IPA: [ˈapˌɡeːən]
Hörbeispiele: abgehen (Info)
Reime: -apɡeːən
Bedeutungen:
[1] eine bestimmte Stelle, Ort verlassen, weggehen
[2] sich von etwas lösen
[3] übertragen: einen Ausbildungs-, Arbeitsplatz verlassen
[4] umgangssprachlich: los sein, sich abspielen
[5] umgangssprachlich: aktiv sein, aus sich herausgehen
[6] umgangssprachlich, intransitiv:, einer Sache/Person geht etwas ab: der Sache/Person fehlt dieses etwas
[7] verschwinden, untergehen
[8] sterben
[9] von etwas abgezogen, subtrahiert werden
[10] prüfend an etwas entlang gehen
[11] sich von einer Hauptachse trennen
[12] österreichisch, süddeutsch; mit Dativ: bedauern, darunter leiden, dass jemand oder etwas nicht anwesend oder vorhanden ist
Herkunft:
gebildet aus der Partikel ab als Verbzusatz und dem Verb gehen
Synonyme:
[1] sich entfernen, etw. verlassen, weggehen
[2] abfallen, sich ablösen
[4] geschehen, passieren
[5] aus sich herausgehen
[11] abzweigen, abbiegen
[12] fehlen, vermissen
Gegenwörter:
[1] bleiben, auftreten
[2] halten, bleiben
[3] ausscheiden
[4] langweilig sein
Oberbegriffe:
[1] gehen
[2] lösen
Beispiele:
[1] Anschließend gehen die Künstler von der Bühne ab.
[1] „Auf dem großen Passagierdampfer, der um Mitternacht von New York nach Buenos Aires abgehen sollte, herrschte die übliche Geschäftigkeit und Bewegung der letzten Stunde.“
[2] Die Tapeten brauchen mehr Leim, sonst werden sie von der Wand abgehen.
[3] Die Klasse geht nächste Woche von der Schule ab, denn alle haben die Prüfungen bestanden.
[4] In diesem Club soll es ja ganz schön abgehen.
[4] „Jens kriegt echt nichts mehr mit, dachte Babsi, ich möchte echt nicht wissen, was der momentan für Gedanken hat, unglaublich, was in dem abgeht.“
[5] Diese Musik geht wirklich ab.
[5] Der Tänzer geht ja richtig ab.
[6] Diesem Banausen geht jedes Verständnis für Kultur ab.
[6] „Aber mir geht Dein Geschick im Umgang mit den alten jüdischen Matronen ab.“
[7] Der Weiler Briel bei Rottweil ist im 19. Jahrhundert abgegangen.
[7] Die alte Kirche ist im dreißigjährigen Krieg abgegangen.
[8] Wenn ich eines Tages abgehe, will ich nichts verpasst haben.
[9] Von der Summe geht noch 19% Mehrwertsteuer ab.
[10] Wir sollten die Strecke erst einmal abgehen, bevor wir die anderen losschicken.
[11] Die Straße nach Hintertupfingen geht kurz nach Klein Siehstenich rechts ab.
[12] „Dir geht unser Otto ab, nicht wahr?“
Redewendungen:
ab geht die Post!
ab geht die Luzie!
abgehen wie ein Zäpfchen
abgehen wie Schmidts Katze
da geht der Bär ab
da geht die Lutzi ab / da geht die Luzi ab / da geht die Luzie ab
hier geht die Post ab
jemandem geht einer ab
Charakteristische Wortkombinationen:
[4] für eine Scheiße abgehen
Wortbildungen:
Abgang
==== Übersetzungen ====
[1–3, 6, 8-11] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „abgehen“
[1, 2, 4, 6, 9, 11] Duden online „abgehen“
[1, 2, 8, 9] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „abgehen“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „abgehen“
[1, 3, 4, 6, 9, 11] The Free Dictionary „abgehen“
[12] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115 , Stichwort »abgehen«, Seite 7.
Quellen: