Zimt
التعريفات والمعاني
== Zimt (Deutsch) ==
=== Substantiv, m, n, Gewürz ===
Anmerkung zum Genus:
Die konsultierten Wörterbücher (siehe unten) weisen das Wort ausschließlich als Maskulinum aus. Es lassen sich jedoch Belege für den Gebrauch als Neutrum nachweisen (siehe Beispiele).
Anmerkung zum Plural:
Mit dem Gebrauch des Plurals wird ausschließlich auf Sorten Bezug genommen.
Nicht mehr gültige Schreibweisen:
Zimmt
Nebenformen:
veraltet, sonst landschaftlich mundartnah: Zimmet
Worttrennung:
Zimt, Plural: Zim·te
Aussprache:
IPA: [t͡sɪmt]
Hörbeispiele: Zimt (Info), Zimt (Info)
Reime: -ɪmt
Bedeutungen:
[1] aus der getrockneten Rinde verschiedener Zimtbäume (Cinnamomum) gewonnenes gelblich rotbraunes, süßlich schmeckendes Gewürz
Herkunft:
Das Wort geht über die ältere, seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts bezeugte Form Zimmt und die bis ins 19. Jahrhundert (und noch heute vor allem im [mundartlichen] Oberdeutschen) übliche Form Zimmet, über die frühneuhochdeutschen Formen Zimment, Zim(m)et, Zim(m)at, über spätmittelhochdeutsches zimet → gmh sowie über mittelhochdeutsche Formen wie zinemīn → gmh, zimīn → gmh, zimment → gmh, zinment → gmh, zinmint → gmh auf seit dem 11. Jahrhundert bezeugte althochdeutsche Formen wie zinamīn → goh, zimīn → goh, cinamon → goh, cinimin → goh zurück. Bei diesen Formen handelt es sich um eine Entlehnung des gleichbedeutend lateinischen cinnamum → la n, das seinerseits eine Übernahme des altgriechischen κίνναμον (kinnamon☆) → grc n ist. Dieses wiederum stammt aus einer semitischen Sprache, wahrscheinlich aus dem Phönizischen (vergleiche hebräisches קִנָּמוֹן (CHA: qinnāmōn) → he ‚Zimt‘ m). Die weitere Herkunft ist unklar. Womöglich liegt dem semitischen Wort das malaiische kayumanis → ms ‚Süßholz‘ (aus kayu → ms ‚Holz‘ und manis → ms ‚süß‘) zugrunde.
Synonyme:
[1] Kaneel
[1] veraltet: Zinnamom
[1] Brasilien (Rio Grande do Sul): Kanälle
Oberbegriffe:
[1] Gewürz
Unterbegriffe:
[1] Cassiazimt / Kassiazimt, Padang-Zimt, Saigon-Zimt
Beispiele:
[1] Zimt ist eines der ältesten Gewürze, das angeblich schon 3000 v. Chr. in China als Gewürz verwendet wurde.
[1] „Die Baronin preßt die Lippen zusammen und bramst. Sie ist gekommen, um Zimt zu kaufen. Die Mutter gibt ihr ein Beutelchen Zimt. Nein, die Baronin will Röllchen-Zimt. Meine Mutter langt eine Rolle Stangen-Zimt aus dem Glas. Nein, die Baronin will keinen Zimt, den meine Mutter mit den Fingern angefaßt hat!“
[1] „Zusammen hatten sie achtunddreißig Tonnen Nelken und fünf oder sechs Tonnen Muskatnüsse sowie ebensoviel Zimt an Bord.“
[1] „Das einzige, was von Giuseppe Baldini, Europas größtem Parfumeur, zurückblieb, war ein sehr gemischter Duft von Moschus, Zimt, Essig, Lavendel und tausend anderen Stoffen, der noch mehrere Wochen lang den Lauf der Seine von Paris bis nach Le Havre überschwebte.“
[1] „Er weiß, Madame wird starken Unwillen zeigen, er hat immer Schwierigkeiten mit ihr, wenn sie Medikamente einnehmen soll, so wird er gestoßenen Anis, Fenchel, Ingwer und Zimt daruntermischen und ein wenig Zucker.“
[1] „So, als wäre dies ihr erster und letzter, der einzige Milchkaffee ihres Lebens, in dieser gewöhnlichen, weißen Porzellanschale, die hellbraune, dünne Flüssigkeit, die geschäumte, mit Zimt gesprenkelte Milch, die ihr über der Oberlippe klebte.“
[1] „Kassia ist zwar wirklich die billigere Variante, weil ihre Würzkraft nicht so feurig ist wie die des ceylonesischen Lorbeergewächses mit dem samtenen Stamm. Aber die Borke unter den Zimten hat ihre eigenen Reize, sie nämlich ist sozusagen die salzige Schwester.“
[1] „Das ätherische Öl des Zimts soll ausgleichend und beruhigend wirken und wohlige Empfindungen auslösen. Auch ein appetitanregender Effekt wird ihm nachgesagt. Bekannt ist ferner: In größeren Mengen hat Zimt suchtgiftähnliche Wirkungen. Hohe Dosen können unter Umständen auch zu Lähmungen führen. Einige gute Seiten des Zimts zum Schluss: Er soll Schmerzen lindern und wird in der Phytotherapie als ‚wärmend und verdauungsfördernd‘ beschrieben.“
[1] „Der Klassiker unter den Weihnachtsgewürzen, das Zimt, verleiht Keksen, Bratäpfeln und Glühwein ein unverwechselbares Aroma.“
[1] „Zur Vorbeugung von ‚Weihnachtsspeck‘ empfiehlt die Gesellschaft, frische sättigende Salate, reichlich Kräuter und Gewürze wie das blutzuckersenkende Zimt, winterliche Gemüse, Obst wie Bratäpfel, Mineralwasser und fettarmes Geflügelfleisch mit Orangen- oder Pflaumenfüllung zu bevorzugen.“
[1] „Die Einnahme von Zimt kann den Blutzuckerspiegel um bis zu 30 Prozent senken. Doch deshalb nun massenweise Zimtsterne zu naschen, ist nicht hilfreich, denn in den Zimtsternen ist außer Zimt auch reichlich Zucker und Fett enthalten, die die Wirkung des Zimtes wieder ‚verpuffen‘ lassen.“
[1] „Die Einnahme von Zimt löst einen schweren Würgereflex aus, weil das Gewürz in Mund und Rachen brennt, erklärt Hower: ‚Beim Luftholen kann das Zimt in die Lunge gelangen‘.“
[1] „Sri Lanka, das frühere Ceylon, ist das Ursprungsland des Zimts, und auch heute noch Herkunftsland von mindestens 80 Prozent der weltweiten Produktion.“
[1] „Pfeffer, Zimt oder Muskatnüsse aus dem Fernen Osten waren schon bei den Römern begehrt.“
[1] „Pfeffer, Zimt, Muskatnüsse und Gewürznelken waren in Europa überaus begehrt.“
[1] „Auch beim Zimt sollte man vorsichtig sein. Bis zu eineinhalb Teelöffel Zimt am Tag gönnen sich Zimtliebhaber im Advent. Das ergab eine Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Das Institut stuft das im Zimt enthaltene Cumarin allerdings als gesundheitsschädigend ein – insbesondere Kleinkinder sollten nur wenig Zimtgebäck essen.“
[1] „Für Myriam macht sie Milchreis mit Zimt, würzige Suppen und alle möglichen Speisen, die der Fruchtbarkeit zuträglich sein sollen.“
[1] „Dort belegte er ein Blech mit Äpfeln, die er dann mit Gewürznelken spickte und mit Muskat, Zimt und Zucker bestreute.“
Redewendungen:
[1] jemandem den Zimt besorgen
Charakteristische Wortkombinationen:
[1] gemahlener Zimt
[1] ein Hauch Zimt, eine Prise Zimt
[1] Zucker und Zimt
[1] etwas mit Zimt würzen
[1] nach Zimt duften, riechen, schmecken
Wortbildungen:
Adjektive:
zimt, zimtbraun, zimten, zimtfarben, zimtfarbig, zimthaltig, zimtig
Substantive:
bezüglich Pflanze und Rohstoff: Zimtaldehyd, Zimtalkohol, Zimtbaum, Zimtblüte, Zimtkassie, Zimtkelch, Zimtnägelein, Zimtöl, Zimtpulver, Zimtrinde, Zimtsäure, Zimtstange, Zimtstängel
bezüglich Erzeugung: Zimtbauer, Zimtgewinnung, Zimtproduktion
bezüglich des Gewürzproduktes und dessen Konsum: Zimtaroma, Zimtbackenes, Zimtbonbon, Zimtbrei, Zimtbrötchen, Zimteis, Zimtgeruch, Zimtgeschmack, Zimtglace, Zimtglasur, Zimtkipferl, Zimtkuchen, Zimtparfait, Zimtpitte, Zimtplätzchen, Zimtpulver, Zimtröllchen, Zimtschnecke, Zimtsorte, Zimtstern, Zimtsternli, Zimtwaffel, Zimtzucker
übertragen:
bezüglich anderer Pflanzen: Zimtapfel, Zimtblümchen, Zimterdbeere, Zimtrose
die aus anderen Pflanzen gewonnenen Gewürze: Nelkenzimt
bezüglich der Farbe eines Insekts: Zimtbär
Verb:
zimten
==== Übersetzungen ====
[1] Wikipedia-Artikel „Zimt“
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Zimt“
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Zimt“
[1] The Free Dictionary „Zimt“
[1] Duden online „Zimt“
[1] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Zimt“ auf wissen.de
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Zimt“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Zimt“
[1] Meyers Großes Konversationslexikon. Ein Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig/Wien 1905–1909 , Stichwort „Zimt“ (Wörterbuchnetz), „Zimt“ (Zeno.org)
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Zimt“
[1] Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. 10 Bände auf CD-ROM ; mehr als 200 000 Stichwörter mit rund 90 000 Belegen aus mehreren Hundert Quellen ; vielfältige Recherchemöglichkeiten ; für MS Windows und Apple Macintosh. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 978-3-411-71001-0 , Stichwort »Zimt«.
Quellen:
=== Substantiv, n, Farbe ===
Worttrennung:
Zimt, kein Plural
Aussprache:
IPA: [t͡sɪmt]
Hörbeispiele: Zimt (Info), Zimt (Info)
Reime: -ɪmt
Bedeutungen:
[1] blasser, gelblich rotbrauner Farbton (wie er für das im ersten Abschnitt behandelte Gewürz typisch ist)
Herkunft:
Substantivierung des Adjektivs zimt, das seinerseits eine Nullableitung zum im ersten Abschnitt behandelten Wort ist
Synonyme:
[1] Zimtbraun
Sinnverwandte Wörter:
[1] Gelbbraun, Kastanienbraun, Rostbraun, Rotbraun
Oberbegriffe:
[1] Braun
Beispiele:
[1] Ihre Kleidung war in einem dezenten Zimt gehalten.
[1] „Das Amphitheater zum Beispiel ist ausgewaschen und blaß, als wäre es von einem beständigen Regenschleier überzogen. Doch gegenüber prunken die Königsgräber in strahlendem Zimt.“
[1] „Jean-Paul Gaultier macht aus der Mode ein Puzzle: Die Ärmel seiner schmalen, doch breitschultrigen Wollkostüme in Schwarz, Zimt und Braun oder Rot sind abnehmbar, nur mit einem Band befestigt.“
[1] „Das kann wirklich kein Mensch brauchen: hochhackige Pumps in China aus Draht gebogen, in Silber, Zimt, Grün oder Rot mit Glitzerflitter besprüht.“
[1] „Auf über 5000 Quadratmeter überdachter und beheizter Gewächshausfläche züchtet er die Weihnachtssterne. Auch wenn es inzwischen Versionen in Weiß, Zimt, Gelb, Rosa, Blätter in Rosettenform oder andere Züchtungen gibt, ‚zu 90 Prozent schätzen die Kunden immer noch die traditionelle Form in Rot‘, so Beier.“
[1] „In einem nüchternen Raum im Erdgeschoss stehen Kleiderstangen, vollgehängt mit Musterteilen. BHs in Rot, Zimt, Schwarz, mit Spitze und ohne, dazu passende Slips.“
Charakteristische Wortkombinationen:
[1] in Zimt
Wortbildungen:
Zimtton
==== Übersetzungen ====
Quellen:
=== Substantiv, m, Firlefanz, Plunder, Unsinn; Geld; Schmuck ===
Worttrennung:
Zimt, Plural: Zim·te
Aussprache:
IPA: [t͡sɪmt]
Hörbeispiele: Zimt (Info), Zimt (Info)
Reime: -ɪmt
Bedeutungen:
[1] umgangssprachlich abwertend: etwas, das als töricht, wertlos, (alt und) unnütz betrachtet wird, das jemandem lästig, störend, unwichtig ist, übertrieben oder überflüssig erscheint
[2] rheinfränkisch (Frankfurt am Main): unbequeme, unerfreuliche Sache
[3] ostmitteldeutsch regional, besonders Berlin, Brandenburg: Zahlungsmittel zum Tauschen gegen Waren, Leistungen, Berechtigungen und Anderes, besonders in Form von Münzen
[4] umgangssprachlich veraltend: aus kostbarem Material, besonders Gold, gefertigte Gegenstände, die zumeist zur Zierde am Körper getragen werden
[5] umgangssprachlich veraltend: etwas, das überholt, nicht mehr zeitgemäß ist
Herkunft:
Über die Herkunft des Wortes gibt es verschiedene Erklärungsversuche:
Pfeifer zufolge handele es sich um eine Übertragung zum im ersten Abschnitt behandelten Gewürz, die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhundert (anfangs wohl in Berliner Literatenkreisen) aufgekommen ist (siehe Zinnober). Vielleicht liege ihr die Vorstellung zugrunde, dass das Gewürz, wenn es überlagert ist und sein Aroma verloren hat (vergleiche landschaftlich übliches alter Zimt ‚wertloses Zeug‘) oder da es als Speisezusatz ohnehin entbehrlich ist, den ihm zugemessenen hohen Wert nicht verdient. Einen Anschluss an rotwelsches Zimmt ‚Geld, Kleingeld; Ware; Goldsachen, Schmuck‘ hält er für wenig einleuchtend.
Laut Kluge handele es sich um eine im 19. Jahrhundert erfolgte Übernahme der rotwelschen Formen Zimmt / Zimt (1906) ‚Geld, besonders Kleingeld; Ware; Goldsachen, Schmuck‘, die ihrerseits auf westjiddisches סימן (simon; YIVO: simen) → yi m ‚Zeichen, Anzeichen‘ und ‚mnemonisches Zeichen, Gedächtnisstütze‘ zurückgehen sollen. Wolf und Kluge erwähnen allerdings noch die Bedeutungen ‚Zahlennull‘ und ‚Null‘, die Stern zufolge für eine solche Herleitung sprächen.
Nach Stern könnte auch jüdisch-aramäisches סִימְטָא (sīmṭāʾ) → arc ‚Grind, Geschwür‘ zugrundeliegen, dessen Bedeutung der Bedeutung ‚Unsinn‘ von Zimt näherläge als ‚Zeichen‘ und das phonetisch Zimt näherkäme, wobei sie anmerkt, dass bereits im Westjiddischen und vor allem im Deutschen Samech im Anlaut in vielen Fällen zu [t͡s] wird (vergleiche beispielsweise Zoff, Zosse). Die Form Zimt wäre somit eine volksetymologische Motivierung an die Form des im ersten Abschnitt behandelten Wortes.
Küpper geht von einer möglichen Umstellung (Metathese) des gleichbedeutend umgangssprachlichen Mist aus. In der ersten Bedeutung sei das Wort seit etwa 1870 bezeugt und anfangs von Berlin und Sachsen ausgegangen, und habe sich dann ab dem Ersten Weltkrieg nördlich der Mainlinie weiter verbreitet. Die dritte, ebenfalls ab 1870 bezeugte und aus dem Rotwelschen übernommene Bedeutung könne sich im Sinne von ‚Geld haben wie Mist‘ mit den erstgenannten berühren oder aber auf den Farbenvergleich zwischen Zimt und Gold fußen. Die vierte Bedeutung sei ab 1900 bezeugt und aus dem Rotwelschen übernommen, und die fünfte ab 1920.
Sinnverwandte Wörter:
[1] Dummheit, Flausen, Hokuspokus, Unfug, Unsinn
[1] abwertend: Gerümpel
[1] umgangssprachlich: Blech, Klimbim, Kokolores, Krimskrams, Larifari, Mätzchen, Schmus, Schund, Zicken; oft abwertend: Schnickschnack, Trödel, Zeug; abwertend: Blabla, Blödsinn, Firlefanz, Humbug, Käse, Kiki, Kohl, Kram, Krempel, Mist, Mumpitz, Plunder, Ramsch, Schmonzes, Stuss, Tinnef, Trödelkram
[1] salopp abwertend: Bockmist, Koks, Quark / Quark mit Soße, Quatsch / Quatsch mit Soße, Scheiß, Zinnober
[1] derb abwertend: Scheiße
[1] Deutschland landschaftlich: Kappes, Lorks / Lurks, Schmarren, Schnulli, Schnullifax
[1] Österreich umgangssprachlich: Holler, Quargel, Schas / Schas mit Quasteln, Schmafu, Topfen
[1] Schweiz umgangssprachlich: Kabis
[1] veraltend: Tand
[3] Geld, Hartgeld, Kleingeld
[3] umgangssprachlich: Asche, Draht, Eier, Flieder, Flocken, Gerstl, Kies, Knete, Kohle, Koks, Klotz, Kröten, Marie, Mäuse, Moneten, Moos, Murmeln, Netsch, Para, Penunzen, Peseten, Piepen, Pinke, Pinkepinke, Pulver, Scheine, Schleifen, Schotter, Steine, Stutz, Tacken, Taler, Zaster, Zunder; siehe auch: Verzeichnis:Deutsch/Geld
[4] Schmuck; Goldschmuck, Goldsachen
[4] gehoben: Zierrat
[4] umgangssprachlich: Klunker
[4] Jargon: Bling-Bling
[4] veraltend: Putz
Oberbegriffe:
[3] Zahlungsmittel
[4] Wertgegenstand
Beispiele:
[1] „Und sie glaubten den Zimt doch natürlich sofort!“
[1] „‚Und schließlich bitten wir, […] daß Sie Ihre Aufmerksamkeit dem väterländischen Unterricht der Mannschaften zuwenden. […]‘ – ‚[…] Nun, man könnte in einem Runderlaß den Zimt etwas auffrischen – am Ende des vierten Kriegsjahres.“
[1] „‚Na meinetwegen‘, beruhigte ihn Schön, ‚wenn auch vor deine ordinäre Infanterie erſt noch wir von die Artillerie kommen! Aber ſie wolln det nu mal ſo, det wa alleſamt Helden ſind. Machen wa mit, den Zimt!“
[1] „Das ist eine sogenannte Gasmaskenbrille, meine Liebe. Wurde bei der Wehrmacht 1934 als Brille unter der Gasmaske für augenbehinderte Soldaten eingeführt. Warum werfen Sie den Zimt nicht weg? Der Krieg ist aus.“
[1] „Quatschen Sie mich nicht voll, quatschen Sie Ihren Zimt ins Mikrophon und hauen Sie gefälligst bald wieder ab.“
[1] „[…] ich rede über die Ungleichheit[,] weil es sie gibt […] Sie sind fast ein halber Doktor und fahren Auto[,] einen Polski Fiat in Steingrau mit roten Sitzen[,] und reisen sonstwohin […]. Sie sind kein Arbeiter mehr. Reden Sie doch keinen Zimt.“
[1] „‚Wozu diese alten Geschichten‘, unterbrach ich ihn, wieder grob werdend, ‚das ist doch augenblicklich alles Zimt…‘“
[2]
[3] „Und der zweite, mit Vollbart, ſagte in tiefem Baß:
‚Menſch, woher nimmſte denn den Zimt?‘
‚Hären Se — ich hab’ doch mei’ Erſpartes! […]‘“
[3] „[…] ich bin hier sehr, sehr knapp an Zimt, Kies, Draht, Penunze, Klamotten, Zaster, Eier – habe zwar einiges in Aussicht, aber bevor das zu realisieren ist, vergeht Zeit; könntest Du mir etwas Geld senden, ich schicke nämlich von meinen hiesigen paar Kröten noch nach Hause.“
[4]
[5]
Redewendungen:
[1] alter Zimt
[1] aus einer Sache Zimt machen
[1] der ganze Zimt
[1] den Zimt kennen
[1] fauler Zimt
[1] langen Zimt machen
[1] Zimt machen
Charakteristische Wortkombinationen:
[1] Zimt reden
Wortbildungen:
[1] Zimtzicke, Zimtziege
==== Übersetzungen ====
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Zimt“
[1] Duden online „Zimt“
[1] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Zimt“ auf wissen.de
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Zimt“
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Zimt“
[1] Walther Mitzka: Schlesisches Wörterbuch. Band Ⅲ[:] S–Z, Siglenverzeichnis und Ortsliste, Walter de Gruyter & Co., Berlin 1965, Stichwort »Zimt«, Seite 1549 (Google Books) .
[1] Hans Meyer, Siegfried Mauermann; bearbeitet und ergänzt von Walther Kiaulehn: Der richtige Berliner in Wörtern und Redensarten. Neuausgabe der 10. Auflage. C. H. Beck, München 1985, ISBN 3-406-30611-X , Stichwort »Zimt«, Seite 188.
[1, 3] Joachim Schildt, Hartmut Schmidt (Herausgeber): Berlinisch. Geschichtliche Einführung in die Sprache einer Stadt. Akademie-Verlag, Berlin 1986, Stichwort »Zimt«, ISBN 3-05-000157-7, Seite 433 (Google Books) .
[1, 2] Aufgrund des von Johann Joseph Oppel und Hans Ludwig Rauh gesammelten Materials herausgegeben im Auftrag der Frankfurter Historischen Kommission in Verbindung mit dem Institut für Volkskunde/Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, Frankfurt am Main von Wolfgang Brückner (Herausgeber); bearbeitet von Hans-Otto Schembs, Günther Vogt: Frankfurter Wörterbuch. Band Ⅵ: Strohmann – Zylinder, Kramer, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-7829-0360-9, Stichwort »Zimt«, Seite 3639 .
[1] Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. 10 Bände auf CD-ROM ; mehr als 200 000 Stichwörter mit rund 90 000 Belegen aus mehreren Hundert Quellen ; vielfältige Recherchemöglichkeiten ; für MS Windows und Apple Macintosh. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2000, ISBN 978-3-411-71001-0 , Stichwort »Zimt«.
[1–3] Heidi Stern: Wörterbuch zum jiddischen Lehnwortschatz in den deutschen Dialekten. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2000 (Lexicographica: Series Maior ; 102, ISSN 0175-9264), ISBN 978-3-484-39102-4, DNB 959920579 , Stichwort »Zimt«, Seite 217.
[1, 3–5] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7 , Stichwort »Zimt«.
Quellen: