Spruchband

التعريفات والمعاني

== Spruchband (Deutsch) == === Substantiv, n === Worttrennung: Spruch·band, Plural: Spruch·bän·der Aussprache: IPA: [ˈʃpʁʊxˌbant] Hörbeispiele: Spruchband (Info) Reime: -ʊxbant Bedeutungen: [1] längliches Band aus Papier oder Stoff mit einer politischen Forderung oder einem Slogan, häufig auf Demonstrationen gezeigt [2] Mittelalter, Kunst: Band mit Text in einem Bild Herkunft: Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus den Substantiven Spruch und Band Synonyme: [1] Banner, Transparent Oberbegriffe: [1] Band Beispiele: [1] „Plakate, Transparente und Spruchbänder gehören heute zum unentbehrlichen Material einer Demonstration.“ [1] „Überall, wo eine Gruppe direkt diskriminiert wird, ist ein Spruchband nicht mehr okay. Zum Beispiel ein Plakat, dass sich direkt gegen Schwule oder Frauen richtet.“ [1] „Die Professoren trugen ihre Talare und insofern passte das von Detlev Albers aus Hamburg entwickelte Transparent: ‚Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren.‘ Dieses Spruchband nahm Bezug auf die NS-Zeit, aus der auch bei uns noch viele Professoren stammten.“ [1] [Fußball, über den Verein Hannover 96 und dessen damaligen Präsidenten Martin Kind:] „In Fankreisen wurden in der Rückrunde Forderungen nach einer Entlassung von Martin Kind lauter, die während der Spiele in Form von Spruchbändern und Sprechchören artikuliert wurden.“ [1] „Nach rassistischen und antisemitischen Vorfällen beim 3. Liga-Auswärtsspiel gegen Hansa Rostock im April 2011 präsentierten Dresdner Fans beim nächsten Heimspiel gegen TUS Koblenz ein Spruchband gegen Antisemitismus.“ [2] „Dem an Comics gewöhnten modernen Betrachter fallen die Spruchbänder in mittelalterlichen Bildern kaum auf. Offensichtlich halten sie wie Sprechblasen die gesprochene Rede im Bild fest und übermitteln durch ihre Form und Richtung zusätzliche Ausdruckswerte.“ [2] [In Münster im Gildensaale des Krämeramtshauses über dem Kamin steht:] „Ehr is dwang nog – Ehre ist Zwang genug. […] Vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg befand sich der Satz auf einem Spruchband, das durch Lorbeer- und Eichengeäst und einen Kranz in der Mitte gewunden war.“ [2] „Das Altarbild von Meister Bertram aus Minden ist über 600 Jahre alt. Es hängt heute im Landesmuseum Hannover. Der Vorteil: man kann näher dran und die Details sehen. Den Engel, der Maria ankündigt, dass sie schwanger wird. Was er sagt, steht lateinisch auf einem Spruchband.“ [2] „Das Bild zeigt eine große Handmühle mit zwei Kurbeln, Zahnrädern und Mahlwerk, oben ein Trichter. Dort hineingekippt werden nicht etwa Getreidekörner, sondern Worte: Spruchbänder mit Weissagungen der Propheten.“ [2] „Ein beliebtes Mittel, Text in ein Bild einzubetten, waren Spruchbänder. Ein hübsches Beispiel dafür ist die Darstellung einer Gesangsstunde aus dem Jahr 1501. Hier nimmt das Band den Platz einer Schultafel ein.“ Charakteristische Wortkombinationen: [1] mit Adjektiv: beleidigendes / diskriminierendes / kreatives / meterlanges Spruchband [1] mit Verb: ein Spruchband aufhängen / entrollen / hochhalten / tragen [1] mit Substantiv: Spruchbänder in Fußballstadien / auf Demonstrationen ==== Übersetzungen ==== [2] Wikipedia-Artikel „Spruchband“ [1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Spruchband“ [*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege [dwdsxl] Gegenwartskorpora mit freiem Zugang „Spruchband“ [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Spruchband“ [*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Spruchband“ [1] The Free Dictionary „Spruchband“ [1, 2] Duden online „Spruchband“ [1, 2] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Spruchband“ auf wissen.de Quellen: