Sodbrunnen

التعريفات والمعاني

== Sodbrunnen (Deutsch) == === Substantiv, m === Worttrennung: Sod·brun·nen, Plural: Sod·brun·nen Aussprache: IPA: [ˈzoːtˌbʁʊnən] Hörbeispiele: Sodbrunnen (Info) Bedeutungen: [1] Grube im Erdreich zum Sammeln und Entnehmen von Grundwasser [2] Schweiz: Brunnen mit einer Vorrichtung, um Wasser in einem Behältnis aus der Tiefe heraufzuziehen Herkunft: Zusammensetzung, der mittelhochdeutsch sod „Brunnen“ und althochdeutsch gleichbedeutend brunno zugrunde liegen Synonyme: [2] Schachtbrunnen, Ziehbrunnen Gegenwörter: [1] artesischer Brunnen, Quellbrunnen, Springbrunnen, Zisterne [2] artesischer Brunnen, Quellbrunnen, Springbrunnen Oberbegriffe: Wassergewinnung, Bauwerk Unterbegriffe: Kanalbrunnen, Tiefenbrunnen Beispiele: [1] Sodbrunnen waren früher die verbreitetste Art der Wasserversorgung und standen deshalb meist in der Mitte eines Dorfes. [2] „Seit dem 15. Jahrhundert gibt es in Zürich fliessendes Wasser. Vorher war die Bevölkerung der Stadt auf die Benutzung der öffentlichen Grundwasserbrunnen angewiesen. Weit verbreitet waren Ziehbrunnen, auch Sodbrunnen oder Schachtbrunnen genannt, wo mit einem Eimer Grundwasser geschöpft wurde.“ [2] „Wichtigste Voraussetzung für das Leben auf einer Burg war die Versorgung von Burgmannschaft und Tieren mit ausreichend Trinkwasser. Dieses Problem wurde auf Grünenberg durch die Anlage eines Sodbrunnens gelöst. Er wurde noch im 13. Jahrhundert direkt neben der Kapelle in den anstehenden Sandstein gegraben. Der 2 m weite, kreisrunde Schacht reicht 26,8 m in die Tiefe. Ursprünglich stand über ihm ein kleines, überdachtes Brunnenhaus mit einer Hebevorrichtung.“ [2] „Den Grundwasserschacht oder Sodbrunnen gruben Arbeiter im Jahre 1874 aus, um Wasser für den Bau des Bahnhofgebäudes und später für dessen Bewohner zu erhalten. Zu jener Zeit war die Herleitung von Quellwasser von den Berghängen mittels hölzerner Röhren (Teuchel) im Bau, wie auch im Unterhalt eine kostspielige Angelegenheit. Daher suchte man möglichst in der Nähe des Hauses nach Grundwasser und erstellte einen Sodbrunnen.“ [2] „Paolo träumte. Im Zwielicht unter der Mütze sah er Jacinta, wie sie den Topf am Feuerhaken mit dem Wasser vom Sodbrunnen füllte.“ ==== Übersetzungen ==== [2] Duden online „Sodbrunnen“ [2] Kurt Meyer: Schweizer Wörterbuch. So sagen wir in der Schweiz. Huber, Frauenfeld/Stuttgart/Wien 2006, ISBN 978-3-7193-1382-1 , Seite 239. [2] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2016, ISBN 978-3-11-024543-1, DNB 108083964X , Seite 657. [2] Hans Bickel, Christoph Landolt; Schweizerischer Verein für die deutsche Sprache (Herausgeber): Duden, Schweizerhochdeutsch. Wörterbuch der Standardsprache in der deutschen Schweiz. 2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-411-70418-7 , Seite 75. [2] Albert Bachmann [Leitung] et al.: Schweizerisches Idiotikon. Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache. Gesammelt auf Veranstaltung der ANTIQUARISCHEN GESELLSCHAFT IN ZÜRICH unter Beihülfe aus allen Kreisen des Schweizervolkes. 7. Band: S, Huber, Frauenfeld 1913, DNB 948902280 (Digitalisat) , Spalten 317–319. Quellen: