Mazeiwe

التعريفات والمعاني

== Mazeiwe (Deutsch) == === Substantiv, f, m === Nebenformen: Mazeewe, Mazefe, Mazewe Worttrennung: Ma·zei·we, Plural: Ma·zei·wes Aussprache: IPA: [maˈt͡saɪ̯və] Hörbeispiele: Mazeiwe (Info) Bedeutungen: [1] jüdisch familiär: Gedenkstein auf einem jüdischen Grab Herkunft: Das Wort ist jiddischem מצבֿה‎ (YIVO: matseyve) → yi ‚Grabstein‘ entlehnt. Dieses geht auf hebräisches מַצֵּבָה‎ (CHA: biblisch-hebräisch: maṣṣēḇā́; neuhebräisch: maṣḗvā) → he zurück. Es ist seit dem biblischen Hebräisch belegt und bezeichnet dort vor allem eine Art ‚aufgerichtete Säule‘, dessen Bedeutung an mehreren Stellen im Tanach kontextuell eingeengt wird auf ‚Denksäule (eines Lebenden)‘ ( 2S 18,18 ), ‚Grabsäule‘ ( Genesis 35,20 ), ‚steinerne Säule (als Kultuszubehör)‘ ( Hosea 3,4 , Hosea 10,1-2 und vielen weiteren Stellen), ‚Obelisk in den ägyptischen Heiligtümern‘ ( Jesaja 19,19 , Jeremia 43,13 ) sowie ferner ‚Wurzelstock eines Baumes‘ ( Jesaja 6,13 ). Im Mittelhebräischen ist es auch in der Bedeutung ‚etwas Aufgerichtetes, besonders eine Bildsäule‘, im Neuhebräischen neben ‚pillar‘ und ‚stance‘ vor allem als ‚Grabstein, Gedenkstein‘ belegt. Bei dem femininen Substantiv handelt es sich schließlich um eine Ableitung zu der Wurzel נצב‎ (CHA: n-ṣ-b/v) ‚stehen‘ mit dem Präfix מַ־‎ (CHA: ma-) und dem Suffix ־ָה‎ (CHA: -ā) , die sich etymologisch vergleichen lässt mit der arabischen Wurzel نصب‎ (DMG: n-ṣ-b) ‚aufrichten, aufstellen‘ Synonyme: [1] Matzewa Oberbegriffe: [1] Grabstein Beispiele: [1] „Als ich den Friedhof besuchte, zusammen mit der Großmutter vor zehn Jahren, und seinen Mazeiwe [* Grabstein] erblickte, habe ich mich überzeugt, daß er ein guter Jude war. […] Ich hörte, wie sie jammerte, sich über den Mazeiwe bückte, als ob der Stein und der kleine Hügel mein Großvater wären, als ob sie sich dem Innern der Erde zuwendete oder es irgendein Schrank wäre und in ihm ein Gegenstand für ewig verschlossen ruhe: […]“ ==== Übersetzungen ==== [1] Hans Peter Althaus: Kleines Lexikon deutscher Wörter jiddischer Herkunft. Originalausgabe. 3., durchgesehene Auflage. C.H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60677-9, Seite 131 . Quellen: