Müller
التعريفات والمعاني
== Müller (Deutsch) ==
=== Substantiv, m ===
Worttrennung:
Mül·ler, Plural: Mül·ler
Aussprache:
IPA: [ˈmʏlɐ]
Hörbeispiele: Müller (Info)
Reime: -ʏlɐ
Bedeutungen:
[1] meist selbstständiger Handwerker, Gewerbetreibender, aber auch Arbeiter, der in einer Mühle das Getreide oder anderes Mahlgut, zum Beispiel ölhaltige Pflanzenteile (siehe dazu: Ölmüller), lagert, reinigt und mahlt; einer, der Mehl herstellt
Herkunft:
mittelhochdeutsch mülnære, mülner, althochdeutsch mulinâri, mulnâri, im 11. Jahrhundert entlehnt von mittellateinisch molinarius → la „Müller“
Weibliche Wortformen:
[1] Müllerin
Verkleinerungsformen:
[1] Müllerchen, Müllerlein; Müllerle
Oberbegriffe:
[1] Handwerker, Beruf, Gewerbetreibender
Beispiele:
[1] „Das Wandern ist des Müllers Lust / Das Wandern / Das muss ein schlechter Müller sein / Dem niemals fiel das Wandern ein / Das Wandern / Das Wandern…“
[1] „Der Müller mahlt auf seiner Windmühle nicht nur Roggen und Weizen; er schrotet auch Hafer, stampft Buchweizen und bäckt vor allem im Haus unter der Mühle Brot.“
[1] „Der Müller Bachmann war der einzige Freund dieser Art in seinem Leben.“
[1] „Das Öl kam vom Müller, der damit die Bucheckern bezahlte, die alle im Wald suchen gingen.“
Wortbildungen:
Müllerbursche, Müllerei, Müllerfamilie, Müllergehilfe, Müllergeselle, Müllerhandwerk, Müllerhaus, Müllermeister, Müllersbursche, Müllerschule, Müllersmann, Müllerssohn, Müllerstochter, Müllerwohnhaus
==== Übersetzungen ====
[1] Wikipedia-Artikel „Müller“
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Müller“
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Müller“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Müller“
Quellen:
=== Substantiv, m, f, Nachname ===
Anmerkung:
Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Müller“ – für männliche Einzelpersonen, die „Müller“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein oder eine „Müller“ für einen Angehörigen oder eine Angehörige aus der Familie „Müller“ oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.
Alternative Schreibweisen:
Mueller
Worttrennung:
Mül·ler, Plural: Mül·lers
Aussprache:
IPA: [ˈmʏlɐ], Plural: [ˈmʏlɐs]
Hörbeispiele: Müller (Info), Plural: —
Reime: -ʏlɐ
Bedeutungen:
[1] deutschsprachiger Nachname, Familienname, unter Berücksichtigung von Mueller mit etwa 10,6 % Anteil und über 600.000 Namenträgern häufigster Familienname in Deutschland und der Schweiz. In Österreich ist es der vierthäufigste Nachname. Nach Angaben aus, welcher die Festnetz-Telefonanschlüsse analysiert hat, sind es in Deutschland etwa 270.000 (9,5 ‰), in Österreich etwa 10.500 und in der Schweiz etwa 35.400
Herkunft:
leitet sich vom Berufsnamen „Müller“ ab, wobei der erste Namenträger das Müllerhandwerk ausübte, eine Mühle betrieb, besaß oder darin wohnte. Die Häufigkeit lässt sich durch das Vorhandensein mindestens einer Wind- oder Wassermühle in fast jedem Ort zur Zeit der Namenentstehung erklären.
Namensvarianten:
Mahler, Mahlmann, Mallmann, Meller, Meulenaers, Meuleneers, Meuleners, Meunier, Miller, Mielnik, Mlynar, Młynk, Moeller, Molenaar, Molitor, Moller, Möllemann, Möller, Møller, Möllers, Möllmann, Molnar, Mueller, Mühlemann, Mühler, Mühlmann, Mühlner, Mulders, Mülders, Mulerius, Mülher, Müllers, Müllmann, Muller, Müllner, Mülner, Myller
Bekannte Namensträger: (Links führen zu Wikipedia)
Andy Müller-Maguhn, Unternehmer
Inge Müller, Schriftstellerin
Wegen der Vielzahl der Namenträger werden hier nur zwei Namenträger aufgeführt. Eine umfangreiche Liste siehe hier:
Bekannte Namensträger „Müller“ in der Wikipedia
Beispiele:
[1] Frau Müller ist ein Genie im Verkauf.
[1] Herr Müller wollte uns kein Interview geben.
[1] Die Müllers fliegen heute nach Kanada.
[1] Der Müller trägt nie die Pullover, die die Müller ihm strickt.
[1] Das kann ich dir aber sagen: „Wenn die Frau Müller kommt, geht der Herr Müller.“
[1] Müller kommt und geht.
[1] Müllers kamen, sahen und siegten.
Redewendungen:
Lieschen Müller - eine durchschnittliche Frau oder Mädchen, ein weiblicher Durchschnittsmensch
wie von Lieschen Müller - bezeichnet etwas Durchschnittliches, Gewöhnliches, allgemein Bekanntes
Wortbildungen:
bei Erfindungen und Patenten:
Geiger-Müller-Zähler
als Bestandteil anderer Nachnamen:
Aitzetmüller, Altmüller, Angermüller, Atzmüller, Aumüller, Barthmüller, Bimüller, Bleimüller, Bruchmüller, Bruckmüller, Dornmüller, Eichmüller, Eisenmüller, Forstmüller, Fortmüller, Freimüller, Furtmüller, Gansmüller, Ganzenmüller, Gramüller, Grubmüller, Hagenmüller, Hammermüller, Hasenmüller, Hasmüller, Heimüller, Heumüller, Hofmüller, Höllmüller, Holzmüller, Jahnsmüller, Kanamüller, Kindsmüller, Kitzmüller, Klappermüller, Knollmüller, Krottenmüller, Kumpfmüller, Kundmüller, Ledermüller, Mattmüller, Mittelmüller, Mittermüller, Moosmüller, Neumüller, Niedermüller, Obermüller, Patzschmüller, Pirkmüller, Reinmüller, Reumüller, Riedmüller, Rodaumüller, Rodmüller, Rosenmüller, Schartmüller, Schloßmüller, Schmolmüller, Schwarzlmüller, Seemüller, Sengmüller, Sickmüller, Siegelmüller, Sommermüller, Spitzmüller, Stadtmüller, Steinmüller, Stelzmüller, Stögmüller, Traunmüller, Wahlmüller, Wallmüller, Weidenmüller, Weißmüller, Wiesmüller, Wolfmüller, Zweimüller
==== Übersetzungen ====
[1] Wikipedia-Artikel „Müller“
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Müller“
[1] „Müller“ bei Geogen Deutschland 3.2 Online. Bei Geogen Deutschland v4: „Müller“
[1] Hans Bahlow: Deutsches Namenlexikon. Familien- und Vornamen nach Ursprung und Sinn erklärt. Gondrom Verlag, Bindlach 1991, 1993, 2004, ISBN 3-8112-0294-4 , Seite 345
[1] Konrad Kunze: dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 2000, ISBN 3-423-03234-0 , Seite 66 f. u. a.
[1] Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2000, ISBN 3-411-70851-4 , Seite 466
[1] Anton Feinig, Tatjana Feinig: Familiennamen in Kärnten und den benachbarten Regionen. Hermagoras, Klagenfurt-Ljubljana-Wien 2005, ISBN 3-7086-0104-1 , Seite 172
[1] Max Gottschald: Deutsche Namenkunde. Mit einer Einführung in die Familiennamenkunde. 6. Auflage. De Gruyter, Berlin 2006, ISBN 3-11-018032-4 , Seite 357 f.
[1] Albert Heintze; Paul Cascorbi (Herausgeber): Die Deutschen Familiennamen. geschichtlich, geographisch, sprachlich. 4. Auflage. Buchhandlung des Waisenhauses, Halle a. d. S. 1914 , Seite 225
[1] Hubert Klausmann: Atlas der Familiennamen von Bayern. Jan Thorbecke Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0225-2 , Seite 11 u. a.
[1] Kaspar Linnartz: Unsere Familiennamen. Zehntausend Berufsnamen im Abc erklärt. 1. Auflage. Band 1, Ferdinand Dümmler Verlag, Bonn und Berlin 1936 , Seite 95
[1] Verein für Computergenealogie: Metasuche „Müller“
[1] Namensverteilung in Österreich (Namen bitte eintragen)
[1] Namensverteilung in der Schweiz (Namen bitte eintragen)
[1] „Müller“ auf de.rodovid.org
[1] siehe auch: Verzeichnis:Deutsch/Namen/die häufigsten Nachnamen der Schweiz
[1] siehe auch: Verzeichnis:Deutsch/Namen/die häufigsten Nachnamen Deutschlands
[1] siehe auch: Verzeichnis:Deutsch/Namen/die häufigsten Nachnamen Österreichs
[1] Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands: „Müller“
Quellen: