Hummel

التعريفات والمعاني

== Hummel (Deutsch) == === Substantiv, f, Insekt === Nebenformen: [2] landschaftlich (Schlesien) historisch: Hummler Worttrennung: Hum·mel, Plural: Hum·meln Aussprache: IPA: [ˈhʊml̩] Hörbeispiele: Hummel (Info) Reime: -ʊml̩ Bedeutungen: [1] Entomologie: Vertreter einer Gattung aus der Familie der Echte Bienen mit plumpem, rundlichem Körper und einem pelzigen, häufig bunten Haarkleid (Bombus) [2] umgangssprachlich scherzhaft: weibliche Person (vor allem [kleines] Mädchen), die ausgelassen, lebhaft, ungestüm, voller Temperament beziehungsweise übermütig ist Herkunft: [1] Das Wort geht über die mittelhochdeutschen Formen hummel → gmh / humel → gmh m und humbel → gmh m auf die für das 10. Jahrhundert bezeugte althochdeutsche Form humbal → goh m zurück. Vermutlich handelt es sich dabei um ein Onomatopoetikum nach dem summenden Ton des Insekts. Es lässt sich vergleichen mit den mittelniederdeutschen Formen homele → gml, hummel → gml, hummele → gml, den mittelniederländischen Formen hommel → dum, hōmel → dum, hummel → dum, der mittelenglischen Form humbil → enm, niederländischem hommel → nl sowie schwedischem humla → no. Zieht man russisches шмель (šmelʹ☆) → ru und (ablautend dazu) litauisches kamanė → lt, lettisches kamene → lv sowie altpreußisches camus → prg ‚Hummel‘ heran, so kann eine indoeuropäische Wurzel *kem- ‚summen‘ vorausgesetzt werden. [2] Die umgangssprachliche Bedeutungsübertragung ist seit dem 19. Jahrhundert bezeugt. Synonyme: [1] umgangssprachlich: Brummer [1] ostmitteldeutsch: Brumme, Brummse Sinnverwandte Wörter: [2] salopp: veraltend: Biene [2] Wildfang [2] landschaftlich: Brumme, Range [2] veraltend, zumeist scherzhaft: Wirbelwind Oberbegriffe: [1] Insekt, Hautflügler [1] Biene, Stechimme, Wehrimme Unterbegriffe: [1] Ackerhummel (Bombus pascuorum), Alpenhummel (Bombus alpinus), Armeniacushummel (Bombus armeniacus), Baltische Hummel (Bombus semenoviellus), Baumhummel (Bombus hypnorum), Berghummel (Bombus mesomelas), Berglandhummel (Bombus lapponicus, Syn.: Bombus monticola), Bergwaldhummel (Bombus wurflenii), Cullumanushummel (Bombus cullumanus), Deichhummel (Bombus distinguendus), Dufthummel / Fragranshummel (Bombus fragrans), Eisenhuthummel (Bombus gerstaeckeri), Erdbauhummel (Bombus subterraneus), Erdhummel, Feldhummel (Bombus ruderatus), Gartenhummel (Bombus hortorum), Glockenblumen-Hummel (Bombus soroeensis), Grashummel (Bombus ruderarius), Grauweiße Hummel (Bombus mucidus), Heidehummel (Bombus jonellus), Höhenhummel (Bombus sicheli), Laesushummel (Bombus laesus), Mooshummel (Bombus muscorum), Obsthummel (Bombus pomorum), Pyrenäenhummel (Bombus pyrenaeus), Samthummel (Bombus confusus), Sandhummel (Bombus veteranus, Syn.: Bombus equestris), Steinhummel (Bombus lapidarius), Taigahummel (Bombus sporadicus), Tonerdhummel (Bombus argillaceus), Trughummel (Bombus mendax), Ungarische Hummel (Bombus haematurus), Veränderliche Hummel (Bombus humilis), Waldhummel (Bombus sylvarum), Wiesenhummel (Bombus pratorum) siehe auch Liste der Hummelarten in der Wikipedia Beispiele: [1] Die Hummel ist weltweit verbreitet, außer in Afrika südlich der Sahara und in Australien. [1] „Während am Rande der Arktis gewisse Hummeln zum solitären Dasein zurückgekehrt sind, da ihnen dort nur wenige Sommerwochen zur Verfügung stehen, bilden manche Hummeln und Wespen der Tropen volkreiche Kolonien, die viele Jahre überdauern und sich wie unsere Honigbienen durch ausgesandte Schwärme vermehren.“ [1] „Hummeln kosteten von blauen Anemonen und gaben ein Baßkonzert, Spatzen neckten sich in der Krone des Olivenbaumes, irgendwo im Dorf bellte ein Hund.“ [1] „Hummeln brummten, Libellen schwebten ums Regenfaß, Blumenduft zog ins Haus.“ [1] „Dann flog eine Hummel in den Hochstand, die so groß war, daß sie auch eine Hornisse sein konnte.“ [1] „Eine Hummel ist durch das gekippte Fenster geflogen und kämpft zornig gegen die Glasscheibe an; ein duftender Jasminzweig in der Vase wird sie angelockt haben.“ [2] „Nun bin ich der Barbara im Ernſte gram. Das iſt eine kleine ungezogene Hummel !“ [2] „Wie er ſich der blonden Schoͤnheit ſo genau erinnern und ſie mit der Tochter des liederlichen Pachters, einer wilden Hummel von Bruͤnette, verwechſeln kann, die Nachodine hieß, und die, wer weiß wohin gerathen iſt, das bleibt mir voͤllig unbegreiflich und intriguirt mich ganz beſonders.“ [2] „Ja die Predigerstöchter ſtürzten mit Euch nach der Schenke, das ſind gute Mädchen, aber wilde Hummeln.“ [2] „Und da iſt mir dieſe Hummel Helene ſchon begreiflich, das arme Ding!“ [2] „Großmutter […]. Sie stammt aus Groß Partwitz, die kleine Hummel, dürfen wir nicht vergessen, und der Großvater, der lange Laban, stammt aus Klein Partwitz.“ Redewendungen: umgangssprachlich: Hummeln haben salopp: Hummeln im Arsch haben salopp: Hummeln im Hintern haben, Hummeln unter dem Hintern haben umgangssprachlich: Hummeln in der Hose haben umgangssprachlich veraltet: Hummeln im Kopf haben salopp: Hummeln im Loch haben umgangssprachlich: Hummeln in der Perlonhose haben umgangssprachlich: Hummeln kriegen Charakteristische Wortkombinationen: [1] eine dicke, braune, schwarze Hummel [1] eine Hummel brummt, summt, fliegt, krabbelt [1] eine Hummel besucht die Blumen, sammelt Blütenstaub [2] wilde Hummel Wortbildungen: Adjektiv: hummeltoll, hummelwitzig Substantive: Hummelart, Hummelbau, Hummelbiene, Hummelblume, Hummelfänger, Hummelfliege, Hummelhirn, Hummellied, Hummelmilbe, Hummelmotte, Hummelvogel Verb: hummeln ==== Übersetzungen ==== [1] Wikipedia-Artikel „Hummeln“ [1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Hummel“ [*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Hummel“ [1] The Free Dictionary „Hummel“ [1] Duden online „Hummel“ [1] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Hummel“ auf wissen.de [1] wissen.de – Lexikon „Hummeln“ [1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Hummel“ [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Hummel“ [1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Hummel“ [2] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7 , Stichwort »Hummel«, Nummer 8. [1, 2] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 9. Auflage. Dudenverlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-411-05509-8 , Stichwort »¹Hummel«, Seite 909. Quellen: === Substantiv, f, Saiteninstrument === Nebenformen: Hommel Worttrennung: Hum·mel, Plural: Hum·meln Aussprache: IPA: [ˈhʊml̩] Hörbeispiele: Hummel (Info) Reime: -ʊml̩ Bedeutungen: [1] Musik: zu den Bordunzithern gehörendes Zupfinstrument Herkunft: Der lautmalerische Name ist möglicherweise vom niederländischen hommelen → nl ‚summen, surren‘ abgeleitet. Synonyme: [1] Scheitholt, Scheitholz [1] Süddeutschland: Raffele, Scherrzither [1] Schweiz: Hexenscheit Oberbegriffe: [1] Saiteninstrument, Zupfinstrument Beispiele: [1] „[…], ſo rief er ſeine Magd herein, und duettirte mit ihr die ſchoͤne Aria: Komm mit mir in gruͤne Schatten, komm geliebte Sylvia ⁊c, wobey von ſeiner Seite der Fluͤgel redlich dran mußte, und die Kuͤchennymphe auf der Hummel akkompagnirte.“ [1] „Der Göttinger Wolfgang Beisert ist einer der wenigen Musiker, die auf der Hummel spielen. Die Hummel sei ein Musikinstrument, das seinen Namen den tief klingenden Begleitsaiten außerhalb des Griffbretts verdankt. Diese ‚brummen beim Spiel auf dem Instrument immer mit – so wie ein Summen und Brummen der Hummeln im Flug‘, beschreibt Ulrich, der Zupfinstrumente baut und restauriert und dank seiner Recherchen als Spezialist für Hummel-Instrumente gilt. […] Die Hummel sei ein Vorläufer der Konzertzither und werde immer auf dem Tisch liegend gespielt.“ Charakteristische Wortkombinationen: [1] auf einer Hummel spielen ==== Übersetzungen ==== [1] Wikipedia-Artikel „Hummel (Instrument)“ [1] Wilfried Ulrich: Die Hummel. Geschichte eines Volksmusik-Instrumentes. Museumsdorf Cloppenburg, 2011, ISBN 978-3-938061-23-7 . [1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Hummel“ Quellen: === Substantiv, m, Zuchtstier === Anmerkung: Im Schwäbischen ist neben der ersten auch die zweite Pluralform gebräuchlich. Worttrennung: Hum·mel, Plural 1: Hum·mel, Plural 2: Hüm·mel Aussprache: IPA: [ˈhʊml̩] Hörbeispiele: Hummel (Info) Reime: -ʊml̩ Bedeutungen: [1] badisch, pfälzisch, schwäbisch, südhessisch: Stier, der zur Zucht verwendet wird Herkunft: Das Wort bezieht sich entweder auf das Brummen und Brüllen des Tieres (vergleiche Brummochs, Brüllochs) oder auf Hummel, einer älteren Bezeichnung für eine kleinwüchsige, hörnerlose Rinderrasse, die im ganzen deutschsprachigen Raum verbreitet war. So erwähnt Tacitus in seiner ethnografischen Schrift »Germania« bereits: Das Wort ließe sich in diesem Fall vergleichen mit Hummelbock ‚Bock, Widder ohne Hörner‘, dem mundartlichen, in Nordengland und Schottland gebräuchlichen englischen hummel → en ‚(von Hirschen und Rindern) geweihlos, hörnerlos‘ sowie ‚Hirsch, der aufgrund von Unterernährung im Jungtieralter kein Geweih ausgebildet hat‘, polnischem gomóła → pl ‚Hirsch nach dem Abwerfen des Geweihs‘ und litauischem gumulis → lt ‚hörnerlos‘. Synonyme: [1] Bulle, Fasel, Farren, Häge, Hägel, Hagen, Muni, Zuchtstier Oberbegriffe: [1] Zuchttier, Zuchtvieh Beispiele: [1] „Und die Lumpen, die sind früher, als sie noch auf der Weide waren, aufeinander los und haben geboxt, und da hat sich die Natur geschützt und hat dem Hummel, also dem männlichen Tier, eine stärkere Bauchhaut wachsen lassen.“ Charakteristische Wortkombinationen: [1] die Kuh zum Hummel führen ==== Übersetzungen ==== [1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Hummel“ [1] Hermann Fischer, Wilhelm Pfleiderer: Schwäbisches Wörterbuch. In 6 Bänden. Laupp, Tübingen 1904–1936, DNB 560474512 , Band 3, Stichwort »Hummel Ⅰ«, Spalte 1866. [1] Ernst Ochs (Begründer), weitergeführt von Karl Friedrich Müller, Gerhard W. Baur, Rudolf Post und Tobias Streck: Badisches Wörterbuch. Band 2: F/V, G, H, Verlag von Moritz Schauenburg, Lahr (Schwarzwald) 1942–1974, DNB 901300314 , Spalte 789. [1] Ernst Christmann (Begründer), fortgeführt von Julius Krämer, bearbeitet von Rudolf Post; unter Mitarbeit von Josef Schwing und Sigrid Bingenheimer: Pfälzisches Wörterbuch. 6 Bände und ein Beiheft. Stuttgart 1965–1998, Stichwort „Hummel²“. [1] Friedrich Maurer (Begründer), nach den Vorarbeiten von Friedrich Maurer, Friedrich Stroh und Rudolf Mulch bearbeitet von Rudlof Mulch und Roland Mulch; Hessische Historische Kommission, Darmstadt (Herausgeber): Südhessisches Wörterbuch. Band Ⅲ: H—ksch, N. G. Elwert Verlag, Marburg 1973–1977, ISBN 3-7708-0388-4 (Gesamtwerk), DNB 770343333 (Digitalisat des LAGIS) , Stichwort »Hummel Ⅱ«, Spalte 779. Quellen: === Substantiv, f, Malztenne === Worttrennung: Hum·mel, Plural: Hum·meln Aussprache: IPA: [ˈhʊml̩] Hörbeispiele: Hummel (Info) Reime: -ʊml̩ Bedeutungen: [1] regional (Obersachsen, Schlesien) historisch: flacher Boden in einer Mälzerei, auf dem das Grünmalz in sogenannten Haufen ausgebreitet wird [2] regional (Schlesien) historisch: Ort innerhalb eines Bauernhofs, an dem Kartoffeln und Rüben aufbewahrt werden Herkunft: Es handelt sich wohl um eine Entlehnung aus einer slawischen Sprache. Vergleichen lassen sich tschechisches humno → cs ‚leerer Platz; (Scheune, Schuppen und Feimen umschließender) Scheunenplatz; Scheune; Dreschtenne; Malztenne‘, niedersorbisches gumno → dsb ‚(traditionell hinter der Scheune befindlicher) Garten, dessen Fläche (teils) mit Gras bewachsen ist, worauf Obstbäume stehen oder(/und teils) dem Anbau von Gemüse beziehungsweise allgemein dem Feldbau dient; (um Bad Muskau) Tenne‘, obersorbisches huno → hsb ‚der freie Platz zwischen der Scheune, wo diese wegen Feuersgefahr weiter zurück gebaut ist, und zwischen den übrigen Gebäuden (gewöhnlich umzäunt, damit das Vieh nicht in die Grasgärten komme); Scheuntenne; Tenne‘ sowie polnisches gumno → pl ‚(Scheune, Schuppen und Feimen umschließender) Scheunenplatz, Hof; Scheune; Tenne‘, slowenisches gumno → sl ‚festgestampfter Boden, Tenne, Dreschtenne‘, serbokroatisches гумно (gumno☆) → sh ‚Dreschtenne‘ sowie russisches гумно (gumno☆) → ru ‚Tenne, Dreschboden; Scheune; Estrich‘. Synonyme: [1] Haufentenne, Malzraum, Malztenne, Wachse, Wachsdiele, Wachskeller, Wachstenne [2] Kartoffelkeller; Rübenkeller Oberbegriffe: [1] Boden, Tenne [2] Aufbewahrungsort Beispiele: [1] Nach ein paar Tagen in der Hummel hat der Malz gekeimt. [2] ==== Übersetzungen ==== [1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Hummel“ [1] Heinrich Hoffmann von Fallersleben: Beiträge zu einem schlesischen Wörterbuche. In: G. Karl Frommann (Herausgeber): Die deutschen Mundarten. Eine Monatsschrift für Dichtung, Forschung und Kritik. Vierter Jahrgang, v. Ebner’sche Buchhandlung, Nürnberg 1857, Stichwort »Hummel«, Seite 172 (Google Books) . [1, 2] Walter Mitzka: Schlesisches Wörterbuch. Band Ⅰ[:] A–H, Walter de Gruyter & Co., Berlin 1963, Stichwort »Hummel²«, Seite 572 (Google Books) . Quellen: === Substantiv, m, f, Nachname === Anmerkung: Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht. Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Hummel“ – für männliche Einzelpersonen, die „Hummel“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein oder eine „Hummel“ für einen Angehörigen oder eine Angehörige aus der Familie „Hummel“ oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel. Worttrennung: Hum·mel, Plural: Hum·mels Aussprache: IPA: [ˈhʊml̩] Hörbeispiele: Hummel (Info) Reime: -ʊml̩ Bedeutungen: [1] deutscher, österreichischer und Schweizer Familienname Herkunft: Der Name samt seiner zahlreichen Varianten kann zum einen auf die mittelhochdeutschen Wörter humbel → gmh und hummel → gmh beziehungsweise auf die mittelniederdeutschen homele → gml und hummel → gml zurückgehen, die alle ‚Hummel‘ bedeuten, sodass die Bedeutung des Namens als Bezeichnung eines ‚brummigen, aufgeregten Menschen‘ interpretiert werden kann. Das hohe Vorkommen der Namensform Hummel im schwäbischen Sprachraum könnte auch auf mundartliches Hummel ‚Zuchtstier‘ verweisen, sodass die Bedeutung des Namens als Bezeichnung für einen ‚wilden, ungebärdigen Menschen‘ interpretiert werden kann. Zudem besteht (sowohl für den Namenstyp auf -u- als auch auf -o-) die Möglichkeit, dass es sich um Patronyme mit -l-Diminutivsuffix aus der Rufnamen-Kurzform Hummo zu Namensformen wie Hunibald (Humbold), Hugimar und ähnlichen sowie zum lateinischen Rufnamen Homilus → la handeln könnte. Das Vorkommen im westdeutschen Sprachraum könnte auch auf Wohnstättennamen zum ‚hohen Mal‘ (Grenzmal) verweisen. Im ostdeutschen Sprachraum (vor allem für den Namenstyp auf -o-) könnte dem Namen außerdem obersorbisches homola → hsb ‚Erhöhung, Hügel, Kaupe, Kegel, Kuppe, Klumpen‘ oder tschechisches homole → cs ‚Kegel‘ zugrundeliegen. Für den Namenstyp auf -u- kommen außerdem Herkunftsnamen zu gleich lautenden Siedlungsnamen vor allem im ehemaligen Schlesien in Frage. Namensvarianten: [1] Homel, Hommel, Hommell, Hommels, Humel, Humele, Huml, Humler, Hummeler, Hummell, Hummels, Hummelt, Humml, Hummler Bekannte Namensträger: (Links führen zu Wikipedia) [1] Annemarie Hummel, Bertold Hummel, Eleonora Hummel, Franz Hummel, Kreszentia Hummel, Lore Hummel, Willy Hummel Beispiele: [1] „Der Ulmer Intendant Pavel Fieber wurde mit Drohbriefen eingedeckt: ‚Fahren Sie und der Herr Hummel zur Hölle‘, schrieb ein Schwabe voll christlicher Nächstenliebe, ‚oder bekommen Sie die Syphilis.‘“ [1] „Frau Hummel erzählte, wie sie sich in Land und Leute verliebt hat: Sie hatte sechs Wochen mit ihrer Familie im Camper Kanada erfahren.“ [1] „Noch am selben Tag durften Paul und Rosalie den Stand auf dem Großmarkt und das Wohnhaus der Hummels in Sendling ansehen.“ ==== Übersetzungen ==== [1] Wikipedia-Artikel „Hummel (Familienname)“ [1] „Hummel“ bei Geogen Deutschland 3.2 Online. Bei Geogen Deutschland v4: „Hummel“ [1] Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands (DFD): „Hummel“ [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Hummel“ Quellen: