Hinkel

التعريفات والمعاني

== Hinkel (Deutsch) == === Substantiv, n === Nebenformen: Hünkel Worttrennung: Hin·kel, Plural: Hin·kel Aussprache: IPA: [ˈhɪŋkl̩] Hörbeispiele: Hinkel (Info) Reime: -ɪŋkl̩ Bedeutungen: [1] Deutschland (mitteldeutsch, vor allem westmitteldeutsch; ostoberdeutsch, vor allem ostfränkisch: Unterfranken); Frankreich (Lothringen); Brasilien (Rio Grande do Sul, Santa Catarina); Nordamerika (Pennsylvaniadeutsch): Huhn [2] Deutschland (mitteldeutsch, vor allem westmitteldeutsch; ostoberdeutsch, vor allem ostfränkisch: Unterfranken); Frankreich (Lothringen): kleines, junges Huhn; Hühnchen, Küken Herkunft: Es handelt sich um ein seit dem 8. Jahrhundert bezeugtes Erbwort, dessen althochdeutsche Formen huoninklin → goh, huoniklin → goh, huonikli → goh, huoninklīn → goh sowie huoniklīn → goh lauteten, die im (mitteldeutschen) Mittelhochdeutschen huoniclīn → gmh, hünkel → gmh sowie hinkel → gmh ergaben. All diese stellen strukturell eine Bildung mit einem komplexen Diminutiv-Suffix zu den unter »Huhn« behandelten alt- und mittelhochdeutschen Formen dar. bezüglich des Pennsylvaniadeutschen: Es handelt sich um das deutsche Reliktwort »Hünkel«, mit dem in den verschiedenen deutschen Dialekten sowohl ein ausgewachsenes Huhn als vor allen Dingen auch ein Küken bezeichnet wird. Synonyme: [1] Huhn [2] Hühnchen, Küken [2] Brasilien (Rio Grande do Sul): Kückelchen, Pipchen Oberbegriffe: [1, 2] Lebewesen, Tier, Vogel, Hühnervogel [1, 2] Vieh, Kleinvieh, Nutztier, Geflügel Unterbegriffe: [1] Frankreich (Lothringen): Feldhinkel [1] Brasilien: Karischó-Hinkel [1] Nordamerika (Pennsylvaniadeutsch, Virginiadeutsch): Welschhinkel Beispiele: [1] Nordamerika (Pennsylvaniadeutsch): „Gefüttert is es Vieh, Gemolke sin die Küh, Der Hund is los vun der Kett ; Schliess die Thüre zu, ’S is Zeit for noch der Ruh, Die Hinkel sin schun lang im Bett.“ Redewendungen: [1] mit den Hinkeln auf die Stange hüpfen Wortbildungen: [1] Brasilien: Hinkelshaut [1] Nordamerika (Pennsylvaniadeutsch): Hinkeldarm, Hinkelhaus, Hinkelhawk, Hinkelkäfig, Hinkelkasten, Hinkellaus, Hinkelnest, Hinkelpen, Hinkelsattel, Hinkelstange, Hinkelstall ==== Übersetzungen ==== [1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Wörterbuch der deutschen Sprache. In zehn Bänden. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. 4. Band Gele–Impr, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1999, ISBN 3-411-04773-9, DNB 965408256 , Seite 1813. [1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7 , Seite 825. [1] Cléo Vilson Altenhofen: Hunsrückisch in Rio Grande do Sul. Ein Beitrag zur Beschreibung einer deutschbrasilianischen Dialektvarietät im Kontakt mit dem Portugiesischen. Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06776-0, DNB 946457603 , Seite 159, 226, 230, 256, 309. [1] Daniel Miller (Herausgeber): Pennsylvania German. A Collection of Pennsylvania German Productions of Poetry and Prose. Volume Ⅱ, Daniel Miller, I. M. Beaver, Reading, PA. 1911, Seite 17 (Internet Archive) . [1] A. R. Horne, A. M., D. D.: Horne’s Pennsylvania German Manual. How PennsylvaniaGerman is Spoken and Written for Pronouncing, Speaking and Writing English. Enlarged and Profusely Illustrated, Third Edition, T. K. Horne, Publisher, Allentown, PA. ©1905, Seite 253 (Internet Archive) . [1] Pennsylvaniadeutscher Wikipedia-Artikel „Hinkel“ [1, 2] Monika Fritz-Scheuplein, Almut König, Sabine Krämer-Neubert, Norbert Richard Wolf: Wörterbuch von Unterfranken. Eine lexikographische Bestandsaufnahme. 1. Auflage. Königshausen & Neumann, Würzburg 1996, ISBN 3-8260-1335-2 , Stichwort »Hinkel (1)« und »Hinkel (2)«, Seite 87. [2] Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe) , Stichwort »Hinkel«. [2] Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 , Seite 413. [2] Maria Besse: Britter Wörterbuch. Moselfränkischer Dialekt am „Tor zum Hochwald“, Britten — Gemeinde Losheim am See (Saarland). Verein für Heimatkunde in der Gemeinde Losheim am See e. V., Losheim am See 2004, ISBN 3-00-014131-6 , Stichwort »Hünkel«, Seite 166. [1] Duden online „Hinkel“ [2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Hinkel“ [1] Ernst Christmann (Begründer), fortgeführt von Julius Krämer, bearbeitet von Rudolf Post; unter Mitarbeit von Josef Schwing und Sigrid Bingenheimer: Pfälzisches Wörterbuch. 6 Bände und ein Beiheft. Stuttgart 1965–1998, Stichwort „Hinkel“. [1, 2] Lothringisches Wörterbuch „Hinkel“ Quellen: === Substantiv, n, Toponym === Anmerkung zum Artikelgebrauch: Der Artikel wird gebraucht, wenn „Hinkel“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet. Worttrennung: Hin·kel, kein Plural Aussprache: IPA: [ˈhɪŋkl̩] Hörbeispiele: Hinkel (Info) Reime: -ɪŋkl̩ Bedeutungen: [1] Ortsteil von Rosport-Mompach, Luxemburg Oberbegriffe: [1] Ortsteil Beispiele: [1] Hinkel liegt in Luxemburgs Osten. Charakteristische Wortkombinationen: [1] in Hinkel anlangen, in Hinkel arbeiten, sich in Hinkel aufhalten, in Hinkel aufwachsen, Hinkel besuchen, durch Hinkel fahren, nach Hinkel fahren, über Hinkel fahren, nach Hinkel kommen, nach Hinkel gehen, in Hinkel leben, nach Hinkel reisen, aus Hinkel stammen, in Hinkel verweilen, nach Hinkel zurückkehren ==== Übersetzungen ==== [1] Wikipedia-Artikel „Hinkel (Rosport-Mompach)“ [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Hinkel“