Dortmund

التعريفات والمعاني

== Dortmund (Deutsch) == === Substantiv, n, Toponym === Anmerkung zum Artikelgebrauch: Der Artikel wird gebraucht, wenn „Dortmund“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet. Worttrennung: Dort·mund, kein Plural Aussprache: IPA: [ˈdɔʁtmʊnt]/[ˈdɔrtmʊnt] Hörbeispiele: Dortmund (Info), Dortmund (Info) Bedeutungen: [1] Großstadt im Ruhrgebiet im westfälischen Landesteil Nordrhein-Westfalens, Deutschland Abkürzungen: [1] Kraftfahrzeugkennzeichen: DO [1] UN/LOCODE: DE DTM [1] NUTS-3-Code: DEA52 Herkunft: Über Throtmanni (880–884, 890, 939, 960, 10. Jahrhundert, 1005), Trutmunia (899), Trutmania (899), Trutmenni (927, 928, 938), Thortmanni (933/960, 938), Trotmannie (941, 990, 993, 993, 993), Throtmannie (941, 1005), Trotmannia (941, 986/1005), Throtmennia (947), Throtmenniā (947), Throtmenni (947, Ende des 11. Jahrhunderts), Drutmund (952), Drudmunde (952), Drotmanni (953), Throtmannici (962), Drodminne (966), Drodmanni (970), Trotmenni (975, Ende des 11. Jahrhunderts), Thrutmanniu (978), Thrutmannin (978), Trutmanna (978), Drutmanni (979), Trutmonia (979, 1024, 1065), Thertmanni (983–1002, 983/1024), Therotmanni (983–1002, 983/1024), Thertamanni (983–1002, 983/1024), Thrutmannia (983–1002, 986, 1051/1052), Trutmannie (997, 1005, 1005, 1005), Trutmundi (997, 1066), Trotmannin (997), Trutmanniae (1000), Trutmannia (1000, 1001, 1003), Trvt[m]onia (1002–1024), Throt[m]o[ni]a (1002–1024), Thretmanni (1002–1024), Dretmonna (1002–1034), Thortmanne (1002–1034), Throtmanniae (1005), Throtmunni (1005), Throtmuni (1005), Drutmannie (1009), Thruciuane (1016), Thruciuanne (1016), Drotmannia (1016), Drodmannia (1016, 1016, 1016, 1041), Drodmannie (1016), Dredmonna (1024, 1039), Trutimanni (1028), Trytemanni (1030), Trytemanne (1030), Trutemanne (1030), Trudimonia (1033), Drotmannię (1041), Trotmanni (1046), Trutmannin (1059), Trutmunde (1066), Trotmannii (1068), Drutmunde (1074), Drutmunne (1074), Drutmunde (1074), Throdmannia (1092), Tremunge (1103), Drutmundi (1112), Drutmunni (1112), Throtmunde (1114), Trothmunde (1114, 1115), Trotmunde (1115), Durtmundensis (1144), Durdmundenses (1144), Tremonia (1152 ff., 1153), Tramonia (1184), Trimonia (1194, 1201)), Tremoigne (12./13. Jahrhundert), Tremogne (12./13. Jahrhundert), Drutmunde (1208), Thormunde (1214), Dortmund(e) (1222 ff.), Dortmunde (1222), Dritmunden (1241/1242), Dirtmunde (1241), Trimoniaborg (Mitte 13. Jahrhundert), Dortmudhe (1267), Dortmonde (1300), Dorpmunde (1330 ff.). Die erste Erwähnung erfolgte im Werdener Urbar, das zwischen 880 und 884 entstand. Danach gibt es eine große Anzahl verschiedener, aber auf den gleichen Lautstamm zurückgehender Namen (siehe oben). Ihre jeweilige Verwendung in den Quellen erscheint willkürlich und zufällig. Nach 1152 verschwinden diese Bezeichnungen schlagartig aus den lateinische Quellen, stattdessen wird ausschließlich die lateinische Bezeichnung Tremonia verwendet. Erst mit dem Aufkommen deutscher Quellen im 14. Jahrhundert wird die alte Form, jetzt sprachlich weiterentwickelt in Dorpmunde oder Dortmunde, wieder aufgegriffen. Bei der Wortbedeutung von Dortmund wird im Allgemeinen von einem Determinativkompositum ausgegangen. Das Bestimmungswort ist vermutlich germanisch *þrut-, *þrūt- mit der Bedeutung Kehle/Gurgel/Schlund/Hals. (Vergleiche althochdeutsch drozza; spätmittelhochdeutsch drozze, drüzzel; mittelhochdeutsch drozze; neuhochdeutsch Drossel/drosseln; altenglisch þrote, þrotu, þrūtian; englisch throat; altnordisch þroti, þrúr; isländisch þroti; norwegisch dialektal trote; altfriesisch drotbolla.) Die Bedeutung des Grundworts ist unklar. Nach einer Theorie ist es das altsächsische Gewässerwort -manni, -menni, -minni. (Vergleiche altirisch môin und lateinisch manâre.) Nach einer anderen Theorie ist es germanisch *-munt mit der Bedeutung Berg/Hügel/Anhöhe/Erhebung. (Vergleiche lateinisch mōns; französisch mont, montagne.) Im der ersten Theorie Bedeutung Kehlbach/Gurgelbach/Siedlung am gurgelnden Gewässer, in der zweiten Theorie als *Throdmend- Berg mit einer Kerbe/Berg mit einem Einschnitt/Hügel mit einer Kerbe/Hügel mit einem Einschnitt. Bei beiden Deutungen handelt es sich um eine geografische Besonderheit, die heute überbaut ist und nicht mehr zu erkennen ist oder – in der zweiten Theorie – einen Hinweis auf eine Burg nördlich der Stadtmauern mit dem Fluss Kuckelke als Einschnitt gibt. Die Existenz einer solchen Burg ist umstritten. Von spätmittelalterlichen Chronisten ist eine volksetymologische Deutung bekannt, nach der es zwei Dörfer gegeben habe, das alde und das neue Dorp, die beide bei der Burg Munda lagen. Um diese Burg habe es eine Auseinandersetzung zwischen Sachsen und Römern – oder auch Franken – gegeben. Den Schlachtruf trucide hätten die Burgmannen als truz oder trot interpretiert und die Angreifer höhnisch Trotmanni (Trutzmänner) genannt. Die Bezeichnung sei dann auf den Ort übergegangen. Synonyme: [1] Stadt Dortmund [1] Amtlicher Gemeindeschlüssel: 05 9 13 000 [1] abwertend: Lüdenscheid-Nord Oberbegriffe: [1] Großstadt, Industriestadt [1] Ruhrgebiet, Nordrhein-Westfalen [1] historisch: Hansestadt, Reichsstadt Unterbegriffe: [1] Stadtbezirke: Aplerbeck, Brackel, Eving, Hombruch, Hörde, Huckarde, Innenstadt-Nord, Innenstadt-Ost, Innenstadt-West, Lütgendortmund, Mengede, Scharnhorst [1] Ortsteile und Stadtviertel: Alt-Scharnhorst, Altenderne, Aplerbeck, Aplerbecker Mark, Asseln, Barop, Benninghofen, Berghofen, Berghofer Mark, Bittermark, Bodelschwingh, Borsigplatz, Bövinghausen, Brackel, Brechten, Brücherhof, Brückstraßenviertel, Brüninghausen, Brünninghausen, Buchholz, City, Clarenberg, Deipenbeck, Derne, Deusen, Dorstfeld, Dorstfelder Brücke, Eichlinghofen, Ellinghausen, Eving, Fleier, Funkenburg, Gartenstadt, Gerichtsviertel, Grevel, Groppenbruch, Großholthausen, Hacheney, Hafen, Hallerey, Hangeney, Höchsten, Holte, Holte-Kreta, Holthausen, Holzen, Hombruch, Hörde, Hostedde, Huckarde, Husen, Jungferntal, Kaiserstraßenviertel, Kemminghausen, Kirchderne, Kirchhörde, Kirchlinde, Kleinholthausen, Kley, Klinikviertel, Körne, Kreuzviertel, Kruckel, Kurl, Lanstrop, Lichtendorf, Lindenhorst, Loh, Löttringhausen, Lücklemberg, Lütgendortmund, Marten, Mengede, Mengeder Heide, Menglinghausen, Nette, Neuasseln, Niedereving, Niedernette, Nordmarkt, Nordstadt, Oberdorstfeld, Obereving, Oespel, Oestrich, Persebeck, Rahm, Renninghausen, Ruhrallee, Salingen, Schanze, Scharnhorst-Ost, Schönau, Schnee, Schüren, Schwieringhausen, Sölde, Sölderholz, Somborn, Sommerberg, Syburg, Wambel, Wellinghofen, Westerfilde, Westfalendamm, Westfalenhalle, Westholz, Westrich, Wichlinghofen, Wickede, Wischlingen Beispiele: [1] Frau Müller wurde in Dortmund geboren. [1] Herr Schmidt fährt nach Dortmund. [1] „Ein Pilzsammler hat in einem Waldstück in Dortmund am Freitag einen Rucksack mit Handgranaten und Munition für Kriegswaffen gefunden.“ Charakteristische Wortkombinationen: [1] in Dortmund anlangen, in Dortmund ankommen, in Dortmund arbeiten, sich in Dortmund aufhalten, in Dortmund aufwachsen, Dortmund besuchen, durch Dortmund fahren, nach Dortmund fahren, über Dortmund fahren, nach Dortmund fliegen, über Dortmund fliegen, nach Dortmund gehen, aus Dortmund kommen, nach Dortmund kommen, in Dortmund leben, aus Dortmund pendeln, nach Dortmund pendeln, in Dortmund nächtigen, nach Dortmund reisen, in Dortmund schlafen, aus Dortmund stammen, in Dortmund übernachten, in Dortmund verweilen, von Dortmund wegziehen, in Dortmund wohnen, nach Dortmund ziehen, nach Dortmund zurückkehren Wortbildungen: Dortmunder, Dortmund-Ems-Kanal ==== Übersetzungen ==== [1] Wikipedia-Artikel „Dortmund“ [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Dortmund“ [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Dortmund“ [1] The Free Dictionary „Dortmund“ Quellen: === Substantiv, m, f, Nachname === Anmerkung: Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht. Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Dortmund“ – für männliche Einzelpersonen, die „Dortmund“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein oder eine „Dortmund“ für einen Angehörigen oder eine Angehörige aus der Familie „Dortmund“ oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel. Worttrennung: Dort·mund, Plural: Dort·munds Aussprache: IPA: [ˈdɔʁtmʊnt] Hörbeispiele: Dortmund (Info), Dortmund (Info) Bedeutungen: [1] unterdurchschnittlich häufig auftretender, deutscher Familienname/Nachname Beispiele: [1] Familie Dortmund fährt in den Urlaub. == Dortmund (Polnisch) == === Substantiv, m, Toponym === Worttrennung: Dort·mund, kein Plural Aussprache: IPA: [ˈdɔrtmunt] Hörbeispiele: Dortmund (Info) Bedeutungen: [1] Stadt im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen; Dortmund Oberbegriffe: [1] miasto Beispiele: [1] Wortbildungen: [1] dortmundzki ==== Übersetzungen ==== [1] Polnischer Wikipedia-Artikel „Dortmund“ [1] Komisja Standaryzacji Nazw Geograficznych poza granicami Rzeczypospolitej Polskiej przy Głównym Geodecie Kraju; Główny Geodeta Kraju (Herausgeber): Nazewnictwo geograficzne świata. 1. Auflage. Heft 12: Europa, Teil II, Warszawa 2010, ISBN 978-83-254-0825-1 (PDF) , Seite 149. [*] Słownik Ortograficzny – PWN: „Dortmund“