Düne
التعريفات والمعاني
== Düne (Deutsch) ==
=== Substantiv, f ===
Nicht mehr gültige Schreibweisen:
Dühne
Worttrennung:
Dü·ne, Plural: Dü·nen
Aussprache:
IPA: [ˈdyːnə]
Hörbeispiele: Düne (Info)
Reime: -yːnə
Bedeutungen:
[1] Hügel aus zusammengewehtem Sand (an Küsten und in Trockengebieten)
Herkunft:
Das im 15. Jahrhundert an der deutschen Küste aus dem mittelniederdeutschen dūne → gml ins Frühneuhochdeutsche übernommene Wort geht auf mittelniederländisches dūne → dum zurück. Die neuhochdeutsche Form folgt der älteren niederländischen Aussprache mit -ü- beziehungsweise nähert sich der niederländischen Aussprache an (vergleiche niederländisches duin → nl). Das Wort ist ab dem 19. Jahrhundert im Deutschen allgemein gebräuchlich.
Die genaue Herkunft ist nicht gesichert:
Einerseits lassen sich mittelniederdeutsches dūne → gml, mittelniederländisches dūne → dum, duyn → dum, niederländisches duin → nl, altenglisches dūn → ang m / f ‚Höhe; Berg‘, auch (in althochdeutschen Glossenhandschriften des 9./10. Jahrhunderts) dūna → ang ‚Vorgebirge, Kap‘, englisches down → en ‚rundlicher Hügel; sanft geschwungener Hügel‘, altfriesisches dūne → ofs und altnordisches dȳja → non ‚schütteln‘ mit altindischem धूनोति (IAST: dhūnoti) → sa ‚schüttelt‘, litauischem duja → lt ‚Stäubchen, feiner Regen, Nebel, Staubregen, feinstes Mehl, Dunst‘ sowie altslawischem дѫти (ALA-LC: dǫti, ISO 9: dǎti) → cu ‚anhauchen, atmen, blasen, hauchen, wehen‘ und russischem дуть (dutʹ☆) → ru ‚blasen, pusten, säuseln, wehen‘ auf die indoeuropäische Wurzel *dheu-, *dheu̯ə- ‚blasen, stieben, wehen, wirbeln (besonders von Staub, Rauch, Dampf)’ zurückführen (siehe auch Duft, Daune, Dunst). Danach kann Düne als ‚das vom Wind Aufgewirbelte, Aufgeschüttete, Zusammengeblasene‘ gedeutet werden.
Andererseits könne die Bezeichnung im 11. Jahrhundert möglicherweise durch englische Kolonisten an der flämischen Küste ins Kontinentalgermanische gelangt und vielleicht keltischen Ursprungs (vergleiche altirisches dun → sga ‚Burg‘ und latinisiertes -dunum → la in lateinischen Ortsnamen wie Lugdunum → la) sein. Das für 887 bezeugte altniederländische dunos → odt widerspricht jedoch dieser Annahme.
Synonyme:
[1] Pleonasmus: Sanddüne
Sinnverwandte Wörter:
[1] Sandberg, Sandhügel, Sandwall
Oberbegriffe:
[1] Anhäufung
Unterbegriffe:
[1] Barchan, Bogendüne, Längsdüne, Querdüne, Parabeldüne, Pyramidendüne, Reihendüne, Sicheldüne, Sterndüne, Strichdüne, Trichterdüne, Walldüne
[1] Binnendüne, Draa-Düne, Küstendüne
[1] Braundüne, Flugsanddüne, Graudüne, Haldendüne, Weißdüne, Wüstendüne
[1] freie Düne
[1] Primärdüne, Sekundärdüne, Vordüne
[1] Wanderdüne
Beispiele:
[1] „In den Dünen iſt es immer am ſchönſten.“
[1] „Auf der Suche nach O’Neills Haus war sie in die Dünen gegangen und hatte den Weg verloren.“
[1] „Die Sonne die roten, gelben und grünen Farben der Wüste ausgeblichen; die schwarzen Stämme schmolzen in der erhitzten Luft und ließen die Bäume, meterhohe Riesen, wie hingeducktes Gestrüpp aussehen, die scharf umrissenen Konturen der Dünen lösten sich auf, der Sand lief ineinander, und bei der kleinsten Brise verzerrte sich das Antlitz der Kalahari, als tobe in der Ferne ein Sturm.“
[1] „Und fünf Minuten vor Silvester, ich weiß das noch, als wär es gestern, da haben wir uns ganz schön lange angeschaut, und dann lagen wir in den Dünen mit ’ner Gänsehaut.“
[1] „Zu Mittag nahmen wir in den Dünen über der Bucht ein paar Bissen zu uns.“
[1] „Er blickt hinüber zu den Nudisten, die in den Dünen am Rand des Kiefernwaldes liegen.“
Charakteristische Wortkombinationen:
[1] (mit Strandgras, Strandhafer) bewachsene, flache, goldgelbe, haushohe, kahle, öde Dünen; Dünen wandern; eine Düne erklettern; auf einer Düne stehen; in die Dünen gehen; in den Dünen liegen, wandern; durch, über die Dünen laufen
Wortbildungen:
Adjektiv: dünenartig, dünenbedeckt
Substantiv: Dünenberg, Dünenbildung, Dünenfeld, Dünenfuß, Dünengebiet, Dünengelände, Dünengras, Dünengürtel, Dünenhügel, Düneninsel, Dünenkamm, Dünenkette, Dünenkliff, Dünenkomplex, Dünenküste, Dünenland, Dünenlandschaft, Dünenquertal, Dünenreihe, Dünenrose, Dünenrücken, Dünenrutschung, Dünensand, Dünenschutz, Dünenschutzwerk, Dünensee, Dünensicherung, Dünenstabilisierung, Dünenstrand, Dünensystem, Dünenstreifen, Dünental, Dünentälchen, Dünenwald, Dünenwall, Dünenwanderung, Dünenwanne, Dünenweg, Dünenzug
==== Übersetzungen ====
[1] Wikipedia-Artikel „Düne“
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Düne“
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Düne“
[1] The Free Dictionary „Düne“
[1] Duden online „Düne“
[1] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Düne“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „Düne“
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Düne“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Düne“
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Düne“
Quellen:
=== Substantiv, f, Toponym ===
Anmerkung:
Das Wort wird zumeist mit dem bestimmten Artikel gebraucht.
Worttrennung:
Dü·ne, kein Plural
Aussprache:
IPA: [ˈdyːnə]
Hörbeispiele: Düne (Info)
Reime: -yːnə
Bedeutungen:
[1] Nebeninsel von Helgoland
Oberbegriffe:
[1] Insel
Beispiele:
[1] „Auch heute kommen noch zahlreiche Badegäste und vergnügen sich vor allem auf Düne, der kleinen Nachbarinsel Helgolands, die 1720 in einer Sturmflut vom Felsen getrennt wurde.“
[1] „Der Lebensraum auf der Düne unterscheidet sich komplett von dem auf der Hauptinsel.“
==== Übersetzungen ====
[1] Wikipedia-Artikel „Düne (Insel)“
[1] wissen.de – Lexikon „Helgoland“
[1] Wikivoyage-Eintrag „Helgoland“
Quellen: